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NRW schärft Corona-Maßnahmen deutlich nach - doch Fußballstadien sollen weiter offen bleiben

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1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach
Beim Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (27. November) war der Jubel groß - und die Zuschauerränge voll. Letzteres soll sich in NRW bald ändern. © picture alliance/dpa | Marius Becker

NRW schärft bei den Corona-Regeln nach: Clubs und Bars sollen wieder schließen, die Auslastung bei Fußballstadien soll sinken. Geisterspiele vor leeren Fußballstadien sind aber nicht geplant.

Update vom 30. November, 17.33 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte am Dienstag, dass es in der Bundesliga bis zum Jahresende nur noch Geisterspiele geben solle. „Wenn Weihnachtsmärkte zu sind, ist es nicht stimmig, volle Stadien zu haben“, begründete der CSU-Politiker seinen Vorschlag. Unklar war zunächst, ob andere Bundesländer mit geringerer Inzidenz als Bayern diese Regelung akzeptieren würden. Söder wünschte sich zwar ausdrücklich eine deutschlandweite Umsetzung, kündigte im Notfall jedoch einen Alleingang Bayerns an.

Auch für den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), passen volle Stadien und sich füllende Intensivstationen nicht zusammen. Nach den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag gab er eine Beschränkung der Zuschauerzahlen in Fußballstadien in NRW bekannt. Von Geisterspielen war allerdings nicht die Rede, auch wollte sich Wüst nicht auf eine konkrete Zuschauerzahl festlegen. Entscheidend sei, dass es Bilder wie vom Wochenende in Köln nicht wieder geben werde, sagte er und spielte dabei auf die rund 50.000 Zuschauer beim Spiel des 1. FC Köln an, die teils ohne Maske eng nebeneinander saßen.

Das Bundesland Sachsen hingegen geht mit Söders Vorschlag zu Geisterspielen mit, denn in sächsischen Stadien finden Fußballspiele bereits ohne Zuschauer statt.

NRW will Corona-Regeln nachschärfen, aber Geisterspiele in Fußballstadien vermeiden

Erstmeldung: Köln - Nordrhein-Westfallen will bei den Corona-Regeln nachbessern. Wie aus Informationen des Kölner Stadt Anzeiger hervorging, soll die Regierung in NRW unter anderem planen, Bars und Clubs wieder zu schließen und die Auslastung der Fußballstadien einzuschränken.

NRW-Entscheidung soll kommen: Auslastung der Fußballstadien begrenzen

Noch am vergangenen Samstag saßen 50.000 Menschen im Stadion in Köln und verfolgten die Partie 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach live - und viele ohne Maske. Das war scharf kritisiert worden. Nun soll NRW Konsequenzen gezogen haben: Demnach begrenzt das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands die Auslastung in Stadien auf ein Drittel. Zudem besteht weiterhin das 2G-Konzept, sodass nur Genesene und Getestete Zugang haben, die zusätzlich einen aktuellen Test nachweisen können. Das Fußballspiel des BVB gegen den FC Bayern München am Samstag ab 18.00 Uhr könnte also mit Publikum stattfinden.

Clubs und Bars sollen den Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers hingegen bald wieder schließen. Nach Informationen aus CDU-Kreisen soll die Luca-Warn-App in Clubs und Bars ein signifikantes Infektionsgeschehen in der Nachtgastronomie entdeckt haben.

NRW: Weihnachtsmärkte dürfen geöffnet bleiben

Die Weihnachtsmärkte in Nordrhein-Westfalen dürfen für Geimpfte und Genesene weiterhin geöffnet bleiben. Je nach Kommune müssen die Besucher eine Maske tragen oder nicht. Trotz der hohen Inzidenzen im eigenen Bundesland soll NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in der CDU-Fraktionssitzung erklärt haben, NRW stehe in Vergleich mit den anderen Bundesländern wie etwa Bayern oder Sachsen bei der Impfquote und bei den Booster-Impfungen gut da.

Die CDU-Landtagsfraktion soll nach Angaben des Kölner Stadt Anzeigers zudem eine allgemeine Impfpflicht fordern. Den entsprechenden Antrag will sie demnach in der nächsten Plenarsitzung präsentieren. Der Düsseldorfer Landtag hält am Mittwoch eine Sondersitzung zur Corona-Lage ab.

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