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Es gibt was zu gaffen: Autofahrer hinter einer Unfallstelle. Nordrhein-Westfalen schafft jetzt mobile Sichtschutzwände an. Foto: Jan Woitas/Archiv

NRW kauft mobile Sichtschutzwände gegen "Gaffer"

Bei Unfällen auf der Autobahn werden Rettungsarbeiten häufig von Neugierigen auf der Gegenfahrbahn behindert. NRW will solchen "Gaffern" künftig die Sicht versperren.

Düsseldorf (dpa) - Mobile Sichtschutzwände sollen in Nordrhein-Westfalen künftig Unfallopfer vor neugierigen Blicken schützen. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) will die Neuanschaffung am kommenden Freitag vorstellen.

Immer wieder berichten Rettungskräfte von Problemen mit sogenannten "Gaffern": Sie verursachen Staus auf der Gegenfahrbahn, behindern die Retter anstatt zu helfen, oder filmen das Geschehen und die Unfallopfer sogar mit ihren Handy-Kameras.

In letzter Zeit hatte die Polizei deswegen mehrfach Verfahren gegen Schaulustige eingeleitet. Sie hatten zum Teil sogar die Aufforderungen der Polizisten, das Filmen einzustellen, ignoriert.

Fast eine halbe Million Euro aus Bundesmitteln hat der Landesbetrieb Straßen.NRW in insgesamt zwölf Sichtschutzsysteme investiert. Die sollen nun auf die einzelnen Straßenmeistereien verteilt werden. "Gaffern" drohen mindestens 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Bereits 2008 hatte Nordrhein-Westfalen den Test einer solchen Sichtschutzwand angekündigt. Das in den Niederlanden entwickelte System bestand damals aus 40 Blenden auf einem Anhänger, die aufgestellt über eine Strecke von 100 Metern reichten. Die rund zwei Meter hohe Wand sollte in Minuten aufgebaut sein und selbst starkem Wind standhalten.

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