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Über diese rappenden Polizisten lacht das Internet.

Internet lacht über deutsche Cops

NRW-Polizisten als Möchtegern-Gangsta-Rapper

Köln - Die Polizei in Nordrhein-Westfalen geht neue Wege bei der Rekrutierung ihres Nachwuchses. In einem Werbe-Video machen zwei Beamte auf coole Rapper - und blamieren damit den gesamten Beruf.

Nein, das ist keine Satire. Kein Hacker hat das Video auf den Youtube-Kanal der Polizei von Nordrhein-Westfalen gestellt, das derzeit für Lachkrämpfe und Fremdschämen sorgt. Denn es ist so ernst gemeint wie die Minen der beiden Beamten, die in dem Clip auf zwei Jugendliche zugehen. Der Zuschauer ahnt: Die beiden haben etwas angestellt und werden jetzt von den Hütern des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen. Doch nichts dergleichen passiert: Die zwei Uniformierten ziehen einen gigantischen Ghettoblaster hervor, über den man schon vor 20 Jahren nur noch lachte - und fangen an zu rappen.

Der Sprechgesang, den die beiden von einem Blatt ablesen wie Chorknaben, strotzt von Reimen, die so ungelenk sind wie die Bewegungen des peinlichen Duos. Kostprobe gefällig? "Ok, Thorben, alter Checker, 1, 2, 3 - Du hattest dich beworben, Thorben, ja, du warst so frei...“, fängt der männliche Möchtegern-Gangsta-Rapper in Dunkelblau an, seine weibliche Kollegin ergänzt: "Kollege, halt dich fest, denn du bist jetzt mit dabei.“ Und beide zusammen überbringen die frohe Kunde: "Mit sofortiger Wirkung bist du bei der Polizei." 

Doch es kommt noch besser: Unter gnadenloser Missachtung von Rhythmus und Versmaß rappen die beiden Sätze wie: "Bei der Sichtung deines Einstellungstests stellten wir die richtige Einstellung fest. Du hattest dich beworben, Thorben, für nen tollen Job, heute teilen wir dir mit: Du bist ab sofort ein Cop."

Den Fremdschäm-Höhepunkt erreicht das Video, als die beiden mit nachgeäfftem türkischem Zungenschlag dem deutschen Thorben ein "Korrekt!" entgegenschleudern und ihm das Berufsbild erläutern: "Du fragst dich nach dem Stundenlohn, kriegst ne Waffe, kriegst ne Mütze und ein Megaphon." Und weiter: "Ab sofort wirst du hier nach dem Rechten schauen und darauf achten, dass die 'homies' keine Scheiße bau'n. Auch wenn die Raser das nicht gerne woll'n, machst du ab heute die Verkehrtskontroll'n."

Unterbrochen wird das Rap-Gemetzel mit einem anbiedernden "Go, Thorben! Hey, Thorben!" - planloses Armgefuchtel inklusive. 50 Cent würde bei solchen Reimen wahrscheinlich ohne zu zögern zur Waffe greifen. 

Hier geht's zum Fremdschäm-Clip

Die Kommentare auf der Seite des Videoportals sind überwiegend vernichtend: "Das macht betroffen" ist da noch einer der harmloseren. Manch einer vermutet, dass bei den Dreharbeiten Drogen im Spiel waren, vom "Griff ins Klo" ist die Rede.

"Wir passen uns an und sind bemüht, jedes Jahr die Besten zu bekommen“, rechtfertigt laut "Express" Victor Ocansey, seines Zeichens Pressesprecher des Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Polizeiangelegenheiten NRW (LAFP) das Werk . Informationen des Kölner Blattes zufolge wurde der Clip von einer externen Produktionsfirma für eine vierstelligen Summe hergestellt. Manch einer wird jedoch bezweifeln, dass diese Steuergelder sinnvoll angelegt sind.

Die beiden Uniformierten sind übrigens Schauspieler - echte Rapper wollten sich offensichtlich für dieses Video nicht zur Verfügung stellen. Verständlich.

hn

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