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Nutella wirbt mit der Aktion: "Hol' dir deine Etiketten!" Doch Ferrero macht offenbar Einschränkungen.

Ferrero in Frankreich

Etiketten-Kampagne: Nutella zensiert Kunden

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Paris - Ferrero wirbt mit einer Aktion für seine Nuss-Nougat-Creme: Kunden können den Markennamen Nutella gegen ihren Namen oder eine Botschaft austauschen. Doch Ferrero zensiert.   

Eigentlich schön gedacht: Vater, Mutter, Kind sitzen am Frühstückstisch und jeder schraubt sein eigenes Glas von Ferreros Nuss-Nugat-Creme auf: Auf den Etiketten stehen etwa die Namen Martin, Susanne und Fabian statt Nutella. Diese Werbekampagne, bei der Kunden ihr persönliches Nutella-Etikett entwerfen und bestellen können, läuft in mehreren Ländern. Auch in Deutschland. In Frankreich ist einem Kunden jetzt aufgefallen, dass Ferrero seine Kunden offenbar zensiert.

In dem Quellcode der Internetseite ist er auf eine lange Liste verbotener Wörter gestoßen, wie unter anderem die Bloggerin L.V. Anderson auf dem Weblog Slate schreibt. Ein Screenshot zeigt, dass etwa "Hitler", "Monster" und "Fresse" verboten sind, aber auch andere Markennamen wie "Malboro" und die Begriffe "Lesbe", "Mongole", "Jude" und "Muslim". Interessanter Weise lässt Ferrero Frankreich die Wörter "Palmöl", "Kilos" und "Fett" demnach auch nicht auf seinen bestellbaren Etiketten zu. Laut der französischen Zeitung "Le Figaro" umfasst die Liste rund 750 Wörter und Phrasen.

Auch auf deutscher Nutella-Webseite funktionieren Wörter nicht

In Deutschland scheint es auch eine solche schwarze Liste zu geben. Wer die eben genannten Begriffe in dem Bestellformular eingibt, wird kein Etikett bekommen. Denn dann ploppt dieses Fenster auf:

"Es tut uns leid, wir können Dir für diesen Namen leider kein Etikett erstellen. Falls es sich hierbei um einen Vor-, Spitz- oder Kosenamen handeln sollte, sende doch bitte eine Mail an service@deinnutella.de. Ansonsten probiere es doch noch einmal mit einem anderen Vor- oder Kosenamen."

Somit sind neckende Sprüche wie "Macht dick" nicht möglich.

Ferrero Frankreich: Schützen uns damit vor Gegnern

Bislang hat Ferrero Deutschland auf die Bitte um Stellungnahme nicht reagiert. Gegenüber Le Figa ro hat sich Ferrero Frankreich geäußert: "Wir kennen unsere Gegner und ihre ungerechtfertigten Angriffe, weshalb sich die Marke entschlossen hat, sich mit einem Verbot problematischer Wörter davor zu schützen."  

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