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US-Präsident Barack Obama.

Obama lobt Deutschlands Rolle in Libyenpolitik

Berlin - Das Weiße Haus hat der Darstellung widersprochen, die Bundesregierung habe die USA mit ihrer Libyenpolitik verärgert und Deutschland unter den Nato-Verbündeten isoliert.

Präsident Barack Obama sei “sehr zufrieden mit der Rolle, die Deutschland spielt“, sagte Caitlin Hayden, die stellvertretende außenpolitische Sprecherin des Präsidenten, dem Berliner Tagesspiegel (Dienstag). Obama erwarte nach dem Sturz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi “eine umfassende und robuste Hilfe Deutschlands“.

Berlin hatte sich bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine militärische Intervention im Gegensatz zu den USA, Frankreich und Großbritannien enthalten und sich nur begrenzt an der Mission der Nato in Libyen beteiligt. Die Libyenpolitik der Bundesregierung hatte scharfe Kritik und Rücktrittsforderungen an Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ausgelöst.

So luxuriös lebte der Gaddafi-Clan

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Auf die Frage, ob Obama sich durch die deutsche Enthaltung im Stich gelassen fühle, antwortete die Sprecherin: “Der Präsident betrachtet Deutschland als einen unserer engsten Verbündeten.“ Der Kern dieser Allianz “beruht auf den gemeinsamen Werten unserer beiden Völker und der Verpflichtung, die Sicherheit, das Wohlergehen und die Würde nicht nur unserer eigenen Bürger, sondern auch weit jenseits unserer Grenzen zu verteidigen“. Hayden verwies auf Obamas “persönliche Freundschaft mit Kanzlerin Merkel“.

Sie wies zugleich den Eindruck zurück, dass die Luftangriffe der Nato in Libyen ganz ohne Beteiligung deutscher Soldaten abgelaufen seien. Der Präsident habe bereits bei Merkels Besuch im Juni im Weißen Haus betont: “Dies ist eine vollintegrierte Nato-Operation. Und das heißt, dass deutsche Soldaten aktiv in diese Aktionen innerhalb der Nato involviert sind.“ Bei solchen gemeinsamen Einsätzen “spielt jedes Land, das der Koalition angehört, eine andere Rolle“.

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