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Die sechs Männer, die am Samstag bei dem verheerenden Brand eines Gästehauses in Schneizlreuth ums Leben kamen, sind an Rauchvergiftungen gestorben.

Obduktionsergebnis

Schneizlreuth: Opfer starben an Rauchvergiftung

Schneizlreuth - Die sechs Männer, die am Samstag bei dem verheerenden Brand eines Gästehauses in Schneizlreuth ums Leben kamen, sind an Rauchvergiftungen gestorben.

Das ergaben die Obduktionen, wie die Polizei in Rosenheim am Dienstag mitteilte. Wie der Sprecher weiter sagte, sind die Obduktionen damit abgeschlossen, die chemischen DNA-Untersuchungen zur zweifelsfreien Identifikation der Toten dauern allerdings voraussichtlich noch einige Tage an.

Bei dem Feuer, das am frühen Samstagmorgen ausgebrochen war, waren außerdem sieben Menschen verletzt worden. In dem umgebauten Bauernhof hatten sich am Wochenende 47 Mitarbeiter einer niederbayerischen Firma auf einem Betriebsausflug aufgehalten. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, ein technischer Defekt ist laut Polizei nicht auszuschließen. Der Schaden an dem Gebäude beträgt mindestens 600.000 Euro.

Trauergottesdienst für Opfer

Der Passauer Bischof Oster am 15. Juni einen Trauergottesdienst abhalten. In einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Georg im niederbayerischen Arnstorf werde der Opfer gedacht, teilte das Bistum am Dienstag mit. Bei den Todesopfern, Männern zwischen 30 und 40 Jahren, handelt es sich um Mitarbeiter der Lindner Group in Arnstorf. „Es ist zutiefst erschütternd, wenn sich ein solches Unglück ereignet, bei dem jüngere Menschen, von denen auch einige Verantwortung für eine Familie tragen, ums Leben kommen“, sagte der Bischof Stefan Oster.

Auch die Gemeinde Arnstorf trauert um die Opfer. „Es ist eine tiefe Betroffenheit in der Gemeinde zu spüren“, sagte Bürgermeister Alfons Sittinger (CSU) am Dienstag. Lindner sei der größte Arbeitgeber im Ort, fast jede Familie habe einen Bezug zu der Firma. „Das Mitgefühl ist groß“, betonte Sittinger.

Zum 50-jährigen Bestehen der Lindner Group war ein Team-Event im Berchtesgadener Land mit 66 Mitarbeitern geplant: Rafting, Kanufahren, um kurz dem Alltag im Betrieb entfliehen. Dann brach in dem umgebauten Bauernhof aus dem Jahr 1541 am Alpenrand ein Feuer aus, überraschte die Gäste im Schlaf. Sechs Menschen starben, sieben weitere wurden schwer verletzt. Es ist das folgenschwerste Brandunglück in Bayern seit 1986.

Nach der Katastrophe hat das Unternehmen auf seiner Homepage eine Traueranzeige veröffentlicht. Darin heißt es: „Wir alle trauern um sechs Mitarbeiter, sind zutiefst geschockt und können das Unfassbare nicht begreifen. Ihren Familien gilt unsere Anteilnahme.“ Aus Respekt gegenüber den Betroffenen wurden alle weiteren Team-Events im Rahmen der 50-Jahre-Feier und das Betriebsfest im Juli abgesagt.

dpa

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