1. Startseite
  2. Welt

Gefahr treibt auf Urlaubsinsel im Mittelmeer zu – Satellitenfoto zeigt Ausmaß der Bedrohung

Erstellt:

Von: Martina Lippl

Kommentare

Das Satellitenbild zeigt in Rot den Ölteppich zwischen Syrien (r) und Zypern (l).
Ein gigantischer Ölteppich treibt vor Mittelmeerinsel. Das Satellitenbild zeigt in Rot den Ölteppich zwischen Syrien (r.) und Zypern (l.). © EXCELSIOR H2020/ERATOSTHENES/Sentinel-1/dpa

Eine Ölkatastrophe bedroht die Urlaubsinsel Zypern. Ein riesiger Ölteppich treibt auf deren Ostküste zu. Satelliten-Aufnahmen dokumentieren den Vorfall.

Nikosia - Die Mittelmeerinsel Zypern bereitet sich auf eine Ölpest vor. Ein riesiger Ölteppich bewegt sich im Meer westwärts und könnte die Küste im Nordosten der Urlaubsinsel bei der Landzunge Karpasia (türkisch: Dipkarpaz) binnen Stunden erreichen, berichtet Fileleftheros Zypern.

Der Ölteppich würde überwacht, teilte der zyprische Landwirtschaftsminister Minister Kostas Kadis am Dienstag der Zeitung zufolge im zyprischen Rundfunk mit. Länder wie Griechenland seien bereit, beim Schutz der Küste Zyperns vor Verschmutzung zu helfen. Es werde versucht die Verschmutzung auf hoher See unter Kontrolle zu bringen. Der nationale Notfallplan zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung durch Erdölprodukte sei aktiviert.

Ölpest bedroht Urlaubsinsel Zypern

Ein geopolitisches Problem erschwert die Absprachen: Zypern ist in einen von türkischen Truppen besetzten türkisch-zyprischen Norden und die überwiegend griechisch-zyprisch geführte Republik Zypern im Süden geteilt. Die Landzunge Karpasia liegt im türkisch-zyprischen Norden. Die Kooperation zwischen den beiden Inselteilen ist minimal.

Heizöl vor einer Woche in Syrien ins Meer gelangt

Das Öl sei vor etwa einer Woche (26. August) aus einem syrischen Elektrizitätswerk ins Meer gelangt, sagte Kadis weiter. Darüber, wie viel Öl ins Meer geflossen sind, gibt es unterschiedliche Angaben. Der syrische Stromminister habe in einer Lokalzeitung von zwei bis vier Tonnen gesprochen. Laut der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) sollen sich im Öltank des Heizwerks mit dem Leck 15.000 Tonnen Treibstoff befunden haben.

Im Frühjahr sind an einen Strand in Sri Lanka Tonnen von Plastikkügelchen vermischt mit Öl angeschwemmt worden. Soldaten versuchten mit Schaufeln und Baggern die Strände zu säubern. Ein Foto eines Jungen aus Brasilien sorgte 2020 für Entsetzen. In einem Plastiksack steht er ölverschmiert im Meer. Für Schlagzeilen sorgte im Herbst 2020 ein Öl-Desaster vor Mauritius.(ml/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare