Intensivpflege-Patienten nehmen zu

Corona in Österreich: Rückschlag für Kurz‘ Öffnungspläne - Bundesland muss Lockdown vorerst verschärfen

  • Martina Lippl
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  • Laura Forster
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Österreich will öffnen. Kanzler Sebastian Kurz bestätigt erste Lockerungen im Mai. Doch Voralberg muss den Lockdown vorerst weiter verschärfen. Der News-Ticker.

  • In Österreich sind die Corona-Fallzahlen weiter sehr hoch, trotz Lockdown (Update vom 26. April, 7.31 Uhr).
  • In Voralberg werden die Maßnahmen daher verschärft (Update vom 26. April, 20.07 Uhr).
  • Österreich will Gastro, Hotels, Kultur & Sport öffnen. Das Datum für die Öffnung steht fest (Update vom 23. April, 15.45 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Krise in Österreich ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 27. April finden Sie hier.

Update vom 26. April, 20.07 Uhr: Am Wochenende stellte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz seinen Öffnungsplan ab Mitte Mai vor (siehe Update vom 23. April, 22.05 Uhr). Im Bundesland Voralberg gelten in Teilen nun aber erst einmal Verschärfungen statt Lockerungen. Wie die Kronen-Zeitung berichtet, gilt ab Dienstag, 0 Uhr, eine Masken- und Testpflicht in bestimmten Zonen in zwölf Gemeinden im Bregenzerwald sowie in Lustenau. Bis auf Abschlussklassen müssen Schüler:innen zudem wieder in den Distanzunterricht.

Im Bregenzerwald sind die Gemeinden Alberschwende, Andelsbuch, Bezau, Bizau, Egg, Hittisau, Krumbach, Lingenau, Mellau, Reuthe, Riefensberg und Schwarzenberg betroffen.

Voralberg ist das aktuell am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland Österreichs. Im Westen der Alpenrepublik herrscht aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 239 Fällen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Der bundesweite Wert beträgt 175,4 (Quelle: AGES, Stand: 26. April, 0 Uhr).

BundeslandSieben-Tage-Inzidenz
Burgenland111,1 Fälle pro 100.000 Einwohner
Niederösterreich120,2
Kärnten170,3
Oberösterreich189,0
Salzburg189,1
Steiermark189,3
Wien190,0
Tirol197,1
Voralberg239,0

Corona in Österreich: Lockdown wirkt nicht mehr - Sorgenkind Voralberg

Update vom 26. April, 7.31 Uhr: Österreich ist seit knapp sechs Monaten im Lockdown. Gastronomie, Tourismus und Kultur sind seit dem 3. November dicht. Die Corona-Infektionszahlen sind weiter hoch. 2.025 Neuinfektionen wurden binnen 24 Stunden am Montag gemeldet. Österreich will ab 19. Mai fast in allen Branchen öffnen. In der Hauptstadt Wien herrscht dagegen Skepsis. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) warnte vor voreiligen Öffnungsschritten (siehe auch Update 24. April, 9.25 Uhr).

„Der Lockdown wirkt nicht mehr“ titelt jetzt das österreichische Portal oe24.at. Die Parks seien voll, genauso wie die Innenstädte, vor allem in Wien. Die Menschen würden sich kaum mehr an die strikten Lockdown-Regeln halten.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sei weiter hoch. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen würden nach oben gehen. Ein Effekt der Lockdown-Maßnahmen sei derzeit kaum sichtbar.

Vorarlberg hat sich vom Musterschüler zum Sorgenkind entwickelt. Die seit dem 15. März geöffnete „Modellregion“ verzeichnet in Österreich inzwischen die höchste 7-Tage-Inzidenz von 240,2, gefolgt von Wien (214,0). Die Wochen-Inzidenz liegt in Österreich bei 182,2, teilt die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) mit. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz im Burgenland (99,9) und in Niederösterreich (126,3).

Update vom 25. April, 11.53 Uhr: In Österreich sind binnen 24 Stunden 2.025 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilt das Gesundheits- und das Innenministerium am Sonntagvormittag mit. 1.786 Covid-19-Patienten liegen im Krankenhaus. Davon müssen 522 auf einer Intensivstation behandelt werden.

Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich in den Bundesländern

  • Burgenland: 37
  • Kärnten: 102
  • Niederösterreich: 318
  • Oberösterreich: 401
  • Salzburg: 118
  • Steiermark: 287
  • Tirol: 165
  • Vorarlberg: 166
  • Wien: 431

Corona in Österreich: Wien stellt sich beim Öffnen quer

Update vom 24. April, 9.25 Uhr: Österreichs Hauptstadt Wien ist noch bis zum 2. Mai im harten Lockdown. Dann soll der Handel wieder öffnen, Schulen am Montag darauf. Stadtchef Michael Ludwig hatte sich schon beim Öffnungsgipfel skeptisch gezeigt, ob Kurz‘ Plan, alles auf einmal zu öffnen, nicht doch zu gewagt sei.

Jetzt will Kanzler Kurz Österreich am 19. Mai weitestgehend aufsperren - mithilfe von Freitestungen und Impf-Nachweisen (siehe Update vom 23. April, 22.05 Uhr). Aber Wien macht wohl nicht mit. Wie oe24.at aus Kreisen der Stadtregierung erfahren haben will, stellt sich Ludwig kehr. Wien werde den Indoor-Bereich nicht öffnen.

„Ich bin für Öffnungen. Allerdings für Öffnungen, die schrittweise, nachhaltig und intelligent sind“, sagte der Wiener Stadtchef nach Bekanntgabe der Öffnungs-Pläne und ergänzte: „Draußen ist besser als drinnen.“

Am Dienstag nächster Woche wolle man die Infektionslage in der Hauptstadt noch einmal genauer analysieren und endgültig entscheiden. Aktuell tendiert die Stadtregierung aber wohl dazu, vom Kurz-Plan abzuweichen. Diese Möglichkeit hatte der Kanzler im Beschluss auch eingeräumt.

Corona-Hammer in Österreich: Gastro, Tourismus, Kultur laufen wieder an - Kurz nennt Start-Datum

Update vom 23. April, 22.05 Uhr: Ab 19. Mai soll es in Österreich weitreichende Lockerungen und Öffnungen in quasi allen Lebensbereichen, sowie für Gastronomie und Kultur geben. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitagnachmittag an. Eine Entscheidung, die nicht bei allen Österreichern auf freudige Reaktionen auslöst. Harsche Kritik hagelte es von Ex-Innenminister und FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl, dem die Maßnahmen offenbar nicht weit genug gehen.

„Das ist gelebte Unfreiheit, und diese Unfreiheit ist ein Verbrechen an den Österreichern“, so Kickl zu den angekündigten Maßnahmen. Durch das Festhalten an einer FFP2-Masken-Pflicht und der Tatsache, dass viele Öffnungen an den Nachweis eines negativen Tests oder einer Impfung gebunden sind, sieht der FPÖ-Politiker „mehr Auflagen als Freiheiten.“ Die Öffnungen ab 19. Mai würden „die Corona-Apartheid auf die Spitze“ treiben, so der 52-Jährige auf der offiziellen Website seiner Partei.

Corona in Österreich: Bundeskanzler Kurz kündigt weitreichende Öffnungen an

Update vom 23. April, 15.45 Uhr: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bestätigt Öffnungsschritte ab 19. Mai. Ab diesem Datum werden Gastronomie, Tourismus und Veranstaltungen etwa im Kulturbereich wieder möglich sein. Der Präsenzunterricht in der Schule soll ab dem 17. Mai starten. Alle Sportarten sollen dann möglich sein.

„Das Licht des Tunnels wird heller“, so Kurz. Die Impfungen schreiten voran, deswegen könne es Öffnungsschritte mit einem „klaren Sicherheitskonzept“ geben. Voraussetzung für den Zutritt wird der Grüne Pass sein - also jeder muss entweder getestet, genesen oder geimpft sein.  

„Hallenturnen, Kinderturnen und Rückengymnastik sind dann wieder möglich“, sagt Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) auf einer Pressekonferenz in Wien. Outdoor- und Indoor-Veranstaltungen sollen wieder möglich sein. Dafür seien Zutrittstests nötig. In geschlossenen Räumen müssten pro Person 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Für Zuschauer gilt beim Sport auch die Kulturregel: Maximal 50 Prozent der Sitzplätze dürften belegt sein, die Zahl ist auf „1.500 indoor“ und auf „3.000 outdoor“ begrenzt.

„Am 19. Mai heißt es wieder Vorhang auf“ - Theater, Lesungen und Konzerte seien innerhalb der Regeln möglich, teilte der Grünen-Politiker mit. Er kündigte weitere Öffnungsschritte für den Sommer an.

Urlaub in Österreich wieder möglich

Auch die Deutschen, die Urlaub in Österreich machen wollen, können laut Regierung wieder planen. Die Quarantänepflicht gelte nur noch für Hochrisikogebiete. Für Einreisen aus Deutschland reichen ein negativer Test oder der grüne Pass.

Österreichs Öffnungs-Fahrplan: Ab Mittwoch, dem 19. Mai wird geöffnet

Update vom 23. April, 11.20 Uhr: Ab 11 Uhr tagt Österreichs „Öffnungskommission“ mit Kanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler. Zum ersten Mal wird auch der Gesundheits­minister Wolfgang Mückstein mit dabei sein. Thema der Sitzung sind größere Öffnungsschritte, die „Mitte Mai“ durchgesetzt werden sollen. Um 14 Uhr wolle man das Ergebnis verkünden. Wie die Zeitung Österreich gestern Abend erfuhr, wird ab dem 19. Mai geöffnet. Das wäre der Mittwoch vor Pfingsten. Darauf haben sich demnach Kurz und Kogler mit der Öffnungskommission in einer Vorab-Sitzung bereits geeinigt. Die Gastronomie soll ab diesem Datum sowohl drinnen, als auch draußen bewirten dürfen. Allerdings werden Eintrittstests benötigt (Antigen oder PCR). Laut oe24-Informationen werden auch Selbsttests erlaubt sein. Sie haben jedoch nur 24 Stunden Gültigkeit, Antigen-Tests sollen 48 Stunden gelten, PCR-Tests 72 Stunden. 

Der neue Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) wurde erst am Montag in der Präsidentschaftskanzlei vereidigt.

Die Sperrstunde in der Gastronomie soll bei 22 Uhr liegen. Zudem dürfen maximal zwei Haushalte an einem Tisch sitzen. Beim Betreten des Lokals und wenn man beispielsweise auf die Toilette geht, gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Weitere Bereiche die geöffnet werden sollen sind Kulturbetriebe und Hotels. Auch dort wird es eine Test- und zum Teil eine Maskenpflicht geben. Weitere Lockerungen gibt es im Sportbereich. Ab dem 19. Mai sollen einige Sportarten wieder erlaubt sein. Zudem soll es wieder Zuschauer bei Profisportarten geben. In den Stadien wird es ebenfalls eine FFP2-Maskenpflicht geben.

Mutante in Österreich: Große Sorge in Tirol

Update vom 22. April, 21.51 Uhr: Die Fluchtmutante B1.1.7 +E484K sorgt für große Beunruhigung im österreichischen Tirol. In dem Bundesland dominiert diese Flucht-Mutation mittlerweile und könnte sogar Impfungen umgehen, wie oe24.de berichtet. Die Mutante ist eine Mischvariante aus der südafrikanischen und der britischen Version des Virus (siehe Update von 16.56 Uhr).

Die neue Mutation sei „besorgniserregend, weil sie infektiöser ist als die südafrikanische Variante“, sagte Ulrich Elling vom Institut für Molekulare Biotechnologie gegenüber OESTERREICH. Die vorher dominante Südafrika-Variante hätte man in Tirol unter Kontrolle bekommen, da sie weniger ansteckend gewesen sei und ein Lockdown gegolten habe, analysierte Elling weiter.

Nach der Einschätzung des Experten würden die aktuellen Maßnahmen mit Blick auf die Flucht-Mutante nicht ausreichen. Er forderte eine „Frühlingsruhe“ für das Bundesland.

Update vom 22. April, 18.08 Uhr: Die Ausreisetestpflicht für Tirol wird bis zum 5. Mai verlängert. Die epidemiologische Lage und das verstärkte Vorkommen von Virusmutationen, insbesondere der mutierten britischen Variante B.1.1.7 E484K (siehe Update von 16.56 Uhr) veranlassten die Behörden zu dieser Maßnahme, teilt Tirol in einer Pressemitteilung mit.

Tirol weist nach Angaben der Behörden derzeit eine 7-Tage-Inzidenz von 213,2 auf. Österreichweit liegt der Wert bei 181,9.

Corona in Österreich: Fluchtmutante in Tirol auf dem Vormarsch

Update vom 22. April, 16.56 Uhr: Tirol entwickelt sich erneut zum Corona-Problemfall. Eine sogenannte „Fluchtmutation“ breitet sich rasant aus. Es handelt sich dabei um die Corona-Mutation B.1.1.7 mit der zusätzlichen Veränderung namens E484K, eine sogenannte Escape-Mutation (auf Deutsch: Flucht-Mutation). Die Sonderform B.1.1.7 E484K scheint das Virus vor Antikörpern zu schützen. Es trickst die vorhandene Immunabwehr von Menschen beispielsweise nach einer überstandenen Infektion oder auch nach einer Impfung aus.

Österreich: Tirol Hotspot für Fluchtmutation

Die Sorge vor einer raschen Ausbreitung wächst, wie derstandard.at berichtet. Bisher seien demnach nur Einzelfälle aus Österreich gemeldet worden. In Tirol habe die Zahl aber stark zugenommen. Warum gerade Tirol ein Hotspot für diese besorgniserregende Virusmutation (VOC) ist, werde momentan erforscht. Tourismusland Tirol setzt auf Testen, um die Corona-Fallzahlen in den Griff zu bekommen. Mitte Mai will Tirol mit dem Öffnen beginnen, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) auf einer Pressekonferenz am Donnerstag. Nach dem Totalausfall der Wintersaison wolle das österreichische Bundesland wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Es geht Perspektiven für die Sommersaison.

Experten fordern angesichts der jüngsten Entwicklungen in Tirol härtere Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen. Testen allein würde nicht mehr ausreichen.

Gastro, Kultur und Sport sollen in Österreich wieder aufsperren (siehe Erstmeldung vom 22. April). Nach einem „Öffungsgipfel“ an diesem Freitag sollen die Schritte aller Bereich verkündet werden.

Corona: Österreich beklagt mehr als 10.000 Covid-Tote

Update vom 21. April, 12.59 Uhr: Genau 406 Tage nachdem es am 12. März des vergangenen Jahres den ersten Corona-Todesfall in Österreich gab, hat die Alpenrepublik nun die traurige Marke von insgesamt 10.000 Toten überschritten. Mit den 29 neuen Todesopfern, die am Donnerstag gemeldet wurden, beträgt Gesamtanzahl in Österreich nun 10.026 seit Beginn der Pandemie. 

Insbesondere in der zweiten und dritten Welle der Corona-Pandemie in Österreich sind die Corona-Todeszahlen stark angestiegen. Alleine im vergangenen Halbjahr sind in der Alpenrepublik rund 9000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben - seit Beginn des Jahres 2021 waren es knapp 4000. Im vergangenen Dezember wurde bei einer Aktion vor dem Wiener Stephansdom den damals 5000 Todesopfern der Pandemie gedacht. Am 16. April diesen Jahres gab es ebenfalls eine Gedenkveranstaltung in der Akademie der Wissenschaften in Wien.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Gedenkfeier für die Opfer der Corona-Pandemie im April. (Archivbild)

Corona in Österreich: Gesundheitsminister Mückstein warnt vor „trügerischer“ Situation

Update vom 21. April, 18.45 Uhr: Auch wenn Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz den Bürgern seines Landes mit der Öffnung von Restaurants, Hotels, Kultur und Sportstätten zum Sommer ein Stück Normalität zurückgeben will, mahnt der neue Gesundheitsminister der Alpenrepublik Wolfgang Mückstein dennoch zur Vorsicht. „Es schaut nicht rosig aus“, erklärte der Mediziner bei seinem ersten Auftritt vor dem österreichischen Nationalrat. Man dürfe die pandemische Lage jetzt nicht unterschätzen, forderte Mückstein und sprach von einer „trügerischen“ Situation.

Der 46-Jährige, der das Amt des Gesundheitsministers übernommen hatte, nachdem sein Vorgänger Rudolf Anschober aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, zeigte in seiner Rede jedoch auch Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung. „Auch ich will meine Freunde wieder treffen, nach Griechenland auf Urlaub fahren und mein altes Leben zurück“, führt der Grünen-Politiker aus. Beim Schutz von Leben dürften jedoch keine Kompromisse gemacht werden, so Mückstein weiter.

Corona in Österreich: Kurz macht Hoffnung - schrittweise Öffnungen ab Mitte Mai

Erstmeldung vom 21. April: Wien - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Österreich weiterhin auf einem hohen Niveau. Allein am Mittwoch (21. April) wurden 2377 neue Fälle gemeldet. Vor allem die Hauptstadt Wien ist betroffen. 714 Neuinfektionen des Coronavirus* verzeichnete die Stadt am Dienstag. Trotzdem will Österreich* ab Mitte Mai schrittweise öffnen - und zwar mit einem sogenannten Grünen Pass. Das berichtet oe24.at.

Grüner Pass in Österreich: Mit neuem QR-Code könnte ein bisschen Normalität zurückkehren

Der Grüne Pass soll als eine Art QR-Code auf das Handy gespielt werden, dort sollen alle wichtigen Informationen erhalten sein. Um ins Restaurant oder Geschäft zu kommen, soll dem Bericht zufolge entweder ein negatives Testergebnis (PCR oder Antigen), die Impfung oder der Bescheid der Genesung nach einer Corona-Erkrankung nötig sein. All das werde im Grünen Pass gespeichert sein.

Restaurants und Hotels sollen Mitte Mai wieder öffnen dürfen

Ein Stück Normalität wolle Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz* so seinen Bürgern zurückgeben. Restaurantbesuche sollten mit diesem Grünen Pass ab Mitte Mai sowohl draußen als auch drinnen möglich sein. Pro Tisch dürften jedoch nur maximal zwei Haushalte sitzen, über eine maximale Personenanzahl in Innenräumen werde noch diskutiert, berichtet oe24.at weiter. Eine Gastro-Sperrstunde um 20 Uhr solle es mit großer Wahrscheinlichkeit geben. Kurz wolle auch, dass die Hotels wieder öffnen dürfen. Jeder Bürger mit Grünem Pass darf dann wieder in Hotels übernachten.

Bundeskanzler Sebastian Kurz will in Österreich einem Bericht zufolge Öffnungen ab Mitte Mai.

Fitnesscenter und Clubs müssen sich mit Öffnung noch bis Juni gedulden

Auch in der Kultur solle es wieder bergauf gehen. Kinos und Theater dürften mit dem QR-Code wieder Besucher empfangen. Jeder zweite Sitzplatz müsse jedoch leer bleiben, um den Abstand einzuhalten. Auch beim Thema Sport habe sich Österreich einen Plan ausgedacht. Hobbysport solle wieder möglich sein, auch die Freibäder aufsperren. Stadionbesuche sollen unter strengen Auflagen ebenfalls wieder erlaubt sein. Fitnesscenterbesucher und Partygänger aber müssten sich noch etwas gedulden - ab Ende Juni solle dem oe24-Bericht zufolge fast alles wieder öffnen. Der konkrete Öffnungsplan werde zurzeit von der Öffnungskommission erarbeitet, heißt es weiter.

Bundeskanzler Kurz hofft, dass Kurzarbeit immer weniger gebraucht wird

Kurz gehe außerdem davon aus, dass bis zum Sommer 200.000 Menschen wieder normal arbeiten können, schreibt oe24.at. Dann werde die Kurzarbeit immer weniger gebraucht, kündigte der Kanzler an. Er betont jedoch, dass es weiterhin für besonders betroffene Branchen wie die Stadthotellerie „maßgeschneiderte“ Lösungen brauche. Alles zur Corona-Lage in Deutschland finden Sie im aktuellen News-Ticker. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Helmut Fohringer/dpa

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