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Corona-Sorge in Österreich: Minister kündigt Impfpflicht für einige Berufe an - 2G-Lockdown nahe Bayerns Grenze

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Von: Julia Volkenand, Tim Althoff

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Auch in Deutschlands Nachbarland Österreich spitzt sich die Corona-Lage zu. Ein Ungeimpften-Lockdown kommt in Ländern nahe der bayerischen Grenze - ebenso wie ein Teilimpfpflicht.

Update vom 12. November, 13.28: Eine „Pandemie der Ungeimpften“ gebe es nicht, man müsse das Virus gemeinsam bekämpfen, sagt Minister Mückstein. Eine weitere große Ankündigung: Es wird zu einer Impfpflicht für die Gesundheitsberufe kommen. Die Pressekonferenz ist damit schon wieder beendet, der Minister muss wohl zu weiteren Terminen. Über den gerüchtehalber nahenden österreichweiten Lockdown für Ungeimpfte wird wohl erst am Sonntag beraten.

Update vom 12. November, 13.23: Mückstein betont, dass die „Stufe 5“ des Stufenprogramms in den betroffenen Bundesländern vorgezogen wird. Am Sonntag sollen in einer virtuellen Sitzung mit den Landeshauptleuten weitere Maßnahmen besprochen werden. „Wir können alle mithelfen, dass es Kontaktreduzierungen gibt“, sagt der Gesundheitsminister weiter. Fragen zu einem möglichen Lockdown auch für Geimpfte hat Mückstein bislang übergangen.

Update vom 12. November, 13.15 Uhr: Jetzt stellt sich Mückstein den Kameras und spricht von einer besorgniserregenden Situation in Österreich. Das Virus breite sich vor allem unter den Ungeimpften aus, die Kapazitäten auf den Intensivstationen seien immer weiter ausgereizt. Unter anderem bestätigt er, dass in Salzburg und Oberösterreich ab Montag ein Lockdown für Ungeimpfte gilt.

Coronavirus in Österreich: Knallharte Verordungen für Ungeimpfte

Update vom 12. November, 13.00 Uhr: In Österreich sollen dem Vernehmen nach schon bald neue harte Verordnungen, vor allem für Ungeimpfte, kommen. Schon ab Montag soll es einen Lockdown für Menschen ohne Immunisierung in Salzburg und Oberösterreich geben. Das bedeutet keine Gastronomie, keine Veranstaltungen und keine Shopping-Möglichkeiten. Einige Tage später sollen die neuen Verordnungen auch in den weiteren Bundesländern Österreichs gelten. In wenigen Minuten soll sich Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein auf einer Pressekonferenz genauer äußern.

Update vom 12. November, 7.06 Uhr: „Die Situation ist dramatisch, daher lösen wir die fünfte Stufe des Stufenplans des Bundes aus“, sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) am Donnerstagnachmittag, wie das ORF berichtet. In Oberösterreich soll es ab Montag einen Lockdown für Ungeimpfte geben. Die Krankenhäuser stehen kurz vor dem Kollaps. An diesem Freitag steht eine Videokonferenz mit dem österreichischen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) dazu an. Für einen Lockdown nur für Ungeimpfte brauche es eine gültige Verordnung, die mit dem Verfassungsrecht vereinbar ist. Geplant ist zudem in Oberösterreich die Rückkehr zu FFP2-Maskenpflicht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Auch Beschäftigte in Handel und Gastro müssten dann wieder FFP2-Masken tragen. Veranstaltung sollen in den nächsten drei Wochen keine stattfinden. Die Christkindlmärkte sollen noch gerettet werden, so der Plan. Deutschland will jetzt Österreich auf die Liste der Hochrisikogebiete setzen. Ab Sonntag soll die Einstufung in Kraft treten.

Update vom 11. November, 16.11 Uhr: Der Lockdown für Ungeimpfte soll offenbar für ganz Österreich kommen - und das schon ab nächster Woche. Wie oe24 aus Regierungskreisen erfahren haben will, soll die Regierung an weitreichenden Maßnahmen arbeiten. Demnach gäbe es Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Man müsse noch ausarbeiten, wie das Ganze kontrolliert werden könne.

Außerdem habe Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer bereits gegenüber oe24 bestätigt, dass der Lockdown zumindest für Oberösterreich ab Montag kommen werde.

Lockdown für Ungeimpfte offenbar ab nächster Woche

Update vom 11. November, 15.30 Uhr: Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) kündigte am Donnerstag (11. November) an, dass ab Montag die fünfte Stufe des Stufenplans ausgelöst werden solle. Voraussetzung sei noch, dass der Bund grünes Licht gebe und die Rechtsgrundlage gebe. Zuvor war Gesundheitsminister Mückstein (Grüne) mit dem Vorschlag, regionale Lockdowns für Ungeimpfte zu implementieren, gescheitert.

Nun scheint er doch zu kommen, zumindest in Oberösterreich. „Die Situation ist dramatisch, daher lösen wir die fünfte Stufe des Bundes aus und planen ab Montag einen Lockdown für Ungeimpfte“, sagte Stelzer. Am Freitag wolle Stelzer die Details für die neuen Maßnahmen mit dem Gesundheitsminister präsentieren, berichtet derstandard.at.

Ursprungsartikel: Österreichs Kanzler Schallenberg erwägt Lockdown für Ungeimpfte

Die Coronazahlen steigen explosionsartig an. Auch in Österreich wird die Lage immer ernster und das, obwohl bereits landesweit die 2G-Regel gilt. Die Regierung erwägt nun neue, noch strengere Maßnahmen durchzusetzen. Das könnte dann vor allem Bürger treffen, die bisher nicht gegen Covid-19 geimpft wurden. Denn eine Option, über die nachgedacht wird, ist der Lockdown für Ungeimpfte.

Dann dürften sie nur noch das Haus oder ihre Wohnung verlassen, wenn sie ausreichend triftige Gründe nachweisen können. Auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sprach schon von einem solchen Lockdown, berichtet die tagesschau. Man müsse „rasch, entschlossen und umfassend handeln“, warnte er.

Lockdown für Ungeimpfte abhängig von Intensiv-Belegung

Sobald landesweit 500 oder mehr Corona-Patienten auf den Intensivstationen der Kliniken liegen, soll der Lockdown für Ungeimpfte kommen. Aktuell sind 413 Intensiv-Betten von Corona-Patienten belegt.

Wenn sich die Pandemie-Lage nicht bald entspanne, könne das schon recht zeitnah Realität werden, warnt der österreichische Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP). Aktuell sieht es jedoch ganz und gar nicht nach einer solchen Entspannung aus.

Österreich mit Rekord-Werten

Am Mittwoch verbuchte Österreich etwa 11.400 Neuinfektionen an einem Tag - so viele wie noch nie. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei mehr als 700. Wegen der bereits verschärften Corona-Maßnahmen, wie der geltenden 2G-Regel, kam es in der vergangenen Woche zu einem stark erhöhten Interesse an Impfungen. Auch in Deutschland wird die Boosterimpfung als Mittel zur Bekämpfung der Pandemie empfohlen. (jv)

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