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Ski-Winter in Österreich? Kurz spricht über Corona-Pläne und kündigt 1G-Maßnahme an

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Von: Veronika Silberg

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Im Nachbarland Österreich liegt die Corona-Inzidenz aktuell mehr als doppelt so hoch. Was bedeutet das für die kommende Ski- und Wintersaison?

Wien/Ischgl - Am Freitag begann in Österreich ein Prozess um den Corona-Ausbruch unter Touristen in Ischgl. Erster offizieller Corona-Fall: Der Kellner einer Après-Ski-Bar. 11.000 Bürger infizierten sich schließlich in der österreichischen Urlaubsregion laut Recherchen des Spiegels mit Corona. 32 Personen starben an den Folgen. Nun ziehen Angehörige vor Gericht. Der Vorwurf: Ökonomie sei vor Tourismus gestellt worden.

Ein Jahr später hat sich die Corona-Situation verbessert. Die Impfquote liegt höher als im benachbarten Deutschland, die 7-Tage-Inzidenz ist mit knapp über 2.000 allerdings doppelt so hoch. Ein Ischgl wie vor der Pandemie wird es also nicht geben. Dennoch gibt sich Kanzler Sebastian Kurz im Interview mit der WAZ optimistisch. Der Ausblick sei gut. „Wir werden mit klaren Regeln für eine sichere Wintersaison sorgen“, verspricht Kurz und verweist auf die hohe Test-Frequenz und die weitreichenden 3G-Regeln im Gastgewerbe.

Après-Ski und Hüttengaudi: Welche Corona-Einschränkungen Österreich für die Wintersaison plant

Corona in Österreich: Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wollte den Sommer 2021 retten. Nun steigen die Zahlen zum Herbst (Archivfoto).
Corona in Österreich: Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wollte den Sommer 2021 retten. Nun steigen die Zahlen zum Herbst (Archivfoto). © Martin Juen/imago

Auch Hütten und Pisten sollen geöffnet werden. „Der große Unterschied zum letzten Winter ist die Impfung“ betont Kurz. Über 70 Prozent der „impfbaren Bevölkerung“ seien geimpft und auch die Touristen kämen großteils mit vollständigem Schutz.

Auf Ischgl angesprochen, betont der ÖVP-Politiker, es gebe klare Konzepte: „Bei steigender Belastung durch die Pandemie wird es in der Nachgastronomie – also beim Après-Ski – nur noch Zugang für Geimpfte geben.“ Im Übrigen käme aber die „überwiegende Masse“ an Touristen nicht wegen Après-Ski, sondern für Sport, Landschaft und gute Küche.

Corona in Österreich: Kurz macht FPÖ für Impfquote verantwortlich

Dennoch wird auch in Österreich eine höhere Impfquote nötig sein, um die Zahlen wieder zu senken und Maßnahmen zu erlassen. Das sieht auch Sebastian Kurz nicht anders. Für die Impfskepsis vieler Österreicher macht er den ehemaligen Koalitionspartner FPÖ verantwortlich. Sie streue Gerüchte, „die leider Gottes von vielen Menschen geglaubt werden - zum Beispiel, dass man nach der Impfung keine Kinder mehr bekommen kann.“ Auch auf den Intensivstationen in Österreich bleibt die Lage angespannt. (vs)

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