Verdacht zu Ursache

Toter geborgen - Gewaltige Explosion sprengt Teil eines Mehrfamilienhaus weg: Mehrere Verletzte bei Wien

  • Momir Takac
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Bei Wien kommt es am Freitagmorgen zu einer gewaltigen Explosion. Nach stundenlanger Suche ist klar: Ein Mensch hat das Unglück nicht überlebt.

  • In Österreich ist es zu einer verheerenden Explosion gekommen.
  • In Langenzersdorf bei Wien starb ein Mann.
  • Die Detonation riss einen Teil eines Mehrfamilienhauses weg.

Langenzersdorf - Bei einer Explosion in einem Mehrparteienhaus in Österreich am Freitagmorgen ist ein Bewohner ums Leben gekommen, fünf weitere wurden verletzt. In österreichischen Medien war von zunächst sechs Verletzten die Rede gewesen, darunter einem Schwerverletzten. Die Leiche wurde am Freitagabend nach mehrstündiger Suche geborgen, berichtete die Feuerwehr. Sie lag unter Trümmern, sagte Sprecher Franz Resperger dem Kurier.

Es soll sich um einen 60 Jahre alten Bewohner handeln, der seit der Explosion als vermisst galt. Zuvor hatte die Polizei mit allen weiteren 60 Bewohnern Kontakt aufgenommen. Dabei konnte der Mann nicht erreicht werden. Wie der ORF berichtet, wurde dessen Handy zum Unfallzeitpunkt in dem Haus geortet. Erst mithilfe eines Spezialkrans konnte nach dem Mann gesucht werden. Ob es sich bei dem Todesopfer tatsächlich um den 60 Jahre alten Vermissten handelt, ist noch nicht offiziell bestätigt.

Haus in Österreich explodiert: Leiche erst nach stundenlanger Suche geborgen

Die Ursache der Explosion in Langenzersdorf bei Wien war am Abend noch unklar. Ermittler gingen von einer Gasexplosion aus. Erst vor Kurzem hatten in Madrid mehrere Menschen nach einer Gasexplosion ihr Leben verloren. Laut Polizeisprecher Johann Baumschlager könne auch ein Suizid nicht ausgeschlossen werden, wie der ORF meldet.

Das obere Stockwerk des Hauses wurde teilweise weggerissen. Zudem brach ein Brand aus. Laut Resperger stand das Gebäude nach der Detonation komplett in Flammen. Wohnungen im dritten und vierten Stock waren verwüstet. Rund 150 Einsatzkräfte bekämpften den Brand. Die Rettungskräfte konnten wegen Sicherheitsbedenken das Haus lange nicht betreten. Ein Mieter wurde mit einer Drehleiter unverletzt aus dem Haus gerettet.

Explosion bei Wien: Opfer werden von Kriseninterventionsteam betreut

Die Verletzten wurden in drei Krankenhäuser verbracht. „Die Verletzungsmuster waren Rauchgasvergiftungen und Kollaps-Situationen“, sagte Landesrettungskommandant Werner Kraut dem ORF. Zehn weitere Personen mussten im Gemeindesaal des Ortes von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden. Das Unglück von Langenzersdorf erinnert an eine Explosion in Rettenbach im Allgäu. Im Mai 2019 waren ein Vater und seine Tochter ums Leben gekommen. (mt/dpa)

Rubriklistenbild: © Herbert Pfarrhofer/APA/dpa

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