Die Bergrettung ist am 19.01.2015 in St. Anton am Arlberg nach einem Lawinenabgang im Einsatz.
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Der frisch Verlobte musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden. (Archivbild)

Paar stürzt rund 200 Meter

Drama in den Alpen: Heiratsantrag auf dem Gipfel - danach folgt der Absturz in die Tiefe

  • Patrick Huljina
    vonPatrick Huljina
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Auf einen romantischen Heiratsantrag auf dem Gipfel des Falkert folgte eine dramatische Rettungsaktion. Beim Abstieg stürzte das Paar rund 200 Meter in die Tiefe.

Falkert - Eine idyllische Winterlandschaft, ein herrlicher Ausblick auf das Tal - dieses Ambiente hat sich ein 27-jähriger Österreicher für seinen Heiratsantrag ausgesucht. Gemeinsam mit seiner 33-jährigen Freundin bestieg er am vergangenen Sonntag den Falkert (2308 Meter) in Kärnten. Am Gipfel angekommen, hielt der junge Mann um die Hand seiner Begleitung an. Sie sagte „Ja“ - doch danach folgte ein Alpen-Drama.

Drama in den Alpen: Nach Heiratsantrag folgt Absturz in die Tiefe

Das Paar war auf den Ausflug in die Berge gut vorbereitet. In Österreich, wo die Corona-Zahlen rund um Silvester weiterhin hoch sind, herrschen derzeit winterliche Bedingungen. Daher hatten hatten beide den Weg auf den Gipfel des Falkert mit Schneeschuhen ausgestattet angetreten. Nach Abschluss der Verlobung begannen sie mit dem Abstieg. Dabei geschah das Unglück.

Wie die österreichische Kronen Zeitung berichtet, verlor die 33-jährige künftige Braut auf dem vereisten Untergrund den Halt und rutschte aus. Beim Versuch seine Verlobte festzuhalten, stürzte der Mann ebenfalls und fiel in die Tiefe.

Absturz in den Alpen: Frau erleidet Gehirnerschütterung - Verlobter schwer verletzt

Die Frau hatte bei ihrem Absturz Glück im Unglück. Nachdem beide rund 200 Meter über Fels, Geröll und Schnee schlitterten, kam die frisch Verlobte auf einem von Schnee bedeckten Gelände oberhalb eines Sees zum Liegen. Die 33-Jährige verlor beim Sturz und Aufprall zwar ihre Ausrüstung, kam allerdings mit einer Gehirnerschütterung vergleichsweise glimpflich weg. Den Angaben zufolge wurde sie vom Wirt der Hütte beim Falkertsee geborgen und mit einem Ski-Mobil in Sicherheit gebracht.

Anders erging es ihrem Partner. Der 27-Jährige stürzte demnach 15 Meter im freien Fall ab, ehe er auf einem Felsvorsprung landete. Der Pilot des eingesetzten Rettungshubschraubers sagte gegenüber der Kronen Zeitung: „Der Mann hielt sich an der Kante an. Ich konnte den Flugretter nicht bei ihm absetzen, denn es schien, als hätte der Verletzte bald keine Kraft mehr.“ Der Retter musste mit einem Seil zum Verunglückten heruntergelassen werden.

Der 27-jährige künftige Ehemann musste den Angaben zufolge mit schweren Verletzungen ins Klinikum nach Klagenfurt gebracht werden. Untersuchungen ergaben, dass der junge Österreicher bei seinem Sturz Frakturen an der Brustwirbelsäule erlitten hat.

Auch in Bayern wollen viele Menschen während des Lockdowns nicht auf Ausflüge in winterliche Gebiete verzichten. Die Region um Miesbach wird derzeit täglich von Touristen, denen die Decke auf den Kopf fällt, überrannt. Die winterlichen Bedingungen in Österreich sorgen derzeit trotz Corona für Warteschlangen an den Skiliften. (ph)

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