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Österreich: „Wutschnaubende Kuh“ bricht Urlauberin fast den Schädel

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Von: Kai Hartwig

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Immer wieder kommt es zu gefährlichen Begegnungen von Kuhherden und Wanderern. Eine deutsche Urlauberin geriet nun in Österreich in Lebensgefahr.

Innsbruck/Stubaital - Ein Urlaub in den Bergen kann helfen, aus dem hektischen Alltag zu entfliehen und Ruhe in der Natur zu finden. Für ein deutsches Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen endete eine Wandertour in Österreich allerdings dramatisch. Eine Kuh brachte die Frau in Lebensgefahr.

Kuh-Attacke in Österreich: Wanderer treffen im Stubaital auf Herde – mit fatalen Folgen

Eigentlich wollte Petra M. aus Hürth bei Köln nur mit ihrem Mann einen Pilgerweg im Stubaital entlangwandern. Als sich das Paar in der Nähe des Klosters Maria Waldrast befand, kam es zu einem fatalen Zusammentreffen mit einigen Kühen. Wie die Urlauberin gegenüber der Bild erzählte, hätten ihr Mann und sie eine Kuh-Herde entdeckt. Die bestand aus Mütterkühen und ihren Kälbern.

Eine durchaus gefährliche Situation, denn Kühe können zu Aggressionen neigen, sofern sie eine Gefahr für ihren Nachwuchs wittern. Das Eindringen von Wanderern in ihren Lebensraum nehmen die Tiere oft als solche wahr. Das war dem Ehepaar laut deren Aussage auch bewusst. „Wir haben Abstand gehalten und gewartet, bis sie in einem Wald verschwunden sind“, schilderte Petra G. dem Boulevardblatt.

Kühe gehen einen Weg entlang zur Weide
Wenn Kühe auf Wanderer treffen, geht das nicht immer glimpflich aus. (Symbolfoto) © Lino Mirgeler/dpa

Österreich: „Wutschnaubende Kuh“ greift deutsches Urlauber-Paar an – „Ich dachte, dass ich sterben würde“

Die Gefahr schien zunächst gebannt, doch wenig später attackierten die Kühe die Wanderer trotzdem. „Ich hörte hinter mir eine wutschnaubende Kuh und versuchte auszuweichen“, erinnerte sich die Deutsche. Doch sie konnte der angreifenden Mutterkuh nicht mehr entrinnen und trug schwere Verletzungen davon.

„Die Kuh warf sich auf mich und schlug immer wieder mit ihrem Schädel auf meinen Kopf ein. Ich dachte, dass ich in diesem Moment sterben würde“, beschrieb die Wanderin die lebensbedrohliche Situation. Erst ihr Ehemann schaffte es, das rasende Tier von seiner Frau abzubringen. Er schlug immer wieder mit einem Stock auf die Kuh ein, schließlich konnte er sie vertreiben.

Ein Hubschrauber musste die schwer verletzte Petra G. in ein Krankenhaus in Innsbruck fliegen. Die Rheinländerin hatte durch die Kuh-Attacke Prellungen und Quetschungen erlitten.

Kuh-Attacke in Österreich: Verletzte deutsche Wanderin fordert Veränderungen

Inzwischen geht es ihr wieder besser, doch der Schock über den Angriff der Kuhherde sitzt immer noch tief. In den Augen von Petra G. sind auch die örtlichen Landwirte im Stubaital gefragt, einen weiteren solchen Vorfall in Zukunft zu vermeiden. Die Urlauberin fordert: „Da muss endlich etwas passieren.“

Sollten die Landwirte ihre Kühe weiterhin frei weiden lassen, seien weitere Attacken auf Wanderer nicht auszuschließen, glaubt sie. Ob allerdings eher der Mensch auf den Lebensraum der Tiere oder die Landwirte auf die Urlauber Rücksicht nehmen sollten, bleibt eine heikle Frage.

Wie gefährlich es für Menschen werden kann, wenn man sich Kälbern von Mutterkühen nähert, zeigte kürzlich auch ein Fall iin Bayern. Dort griff eine Kuh einen Mann an und verletzte ihn tödlich. (kh)

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