1. Startseite
  2. Welt

Ski-Drama nach Lawine in Österreich: Zahl der Toten gestiegen - Polizei verkündet neue Erkenntnisse

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jonas Raab

Kommentare

Illustration zur Lawinengefahr in Österreich:  Ein Warnschild mit der Aufschrift „Stop- Lawinengefahr“ im Raum Innsbruck im Jahr 2019.
In Österreich hat eine Lawine drei Todesopfer gefordert (Symbolbild). © Jakob Gruber/dpa

Bei einem Lawinenabgang in Österreich sind drei Skitourengeher ums Leben gekommen. Sie hielten sich abseits der Pisten auf.

Update vom 7. Dezember, 11.35 Uhr: Die Trauer nach dem Lawinenunglück in Österreich ist groß. Drei junge Sportler sind tot. War diese Katastrophe vermeidbar gewesen? Offenbar war die Skitour eher „spontan“ als geplant.

Update vom 5. Dezember, 12.31 Uhr: Neue Details zu dem Lawinenunglück in Österreich (siehe Erstmeldung): Die Gruppe aus Skitourengängern bestand laut Polizei aus elf Menschen. Drei von ihnen wurden auf der Lackenspitze bei Tweng verschüttet und getötet. Die jungen Leute aus Österreich, alle unter 30 Jahre alt, dürften beim Aufstieg auf etwa 2400 Metern Höhe kurz unterhalb des Gipfels eine Lawine ausgelöst haben, hieß es.

Dabei ging ein Schneebrett mit 200 Metern Breite und 500 Metern Länge ab und riss insgesamt acht Menschen mit. Die drei Verschütteten hätten teilweise viereinhalb Meter unter dem Schnee gelegen. Die anderen fünf wurden nicht verschüttet, aber teils verletzt.

Lawine in Österreich: Zahl der Todesopfer steigt auf drei

Update vom 5. Dezember, 9.16 Uhr: Die Zahl der Todesopfer des Lawinenunglücks (siehe Erstmeldung) hat sich auf drei erhöht. Zwei der Opfer konnten nur noch tot geborgen werden, der dritte erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Zwei weitere Betroffene leben der AFP zufolge, aber sind verletzt.

Die Skitourengeher hielten sich laut Rotem Kreuz abseits der Pisten auf. Das Unglück habe sich gegen 13.45 Uhr in rund 2400 Metern Höhe im Bezirk Lungau ereignet, so die Einsatzleitung. Die Lawine habe die Wintersportler bis zu 4,5 Meter tief unter sich begraben, hieß es weiter.

Jedes Jahr sterben in Österreich rund 20 Menschen bei Lawinenunglücken. Im vergangenen Jahr war die Zahl etwas niedriger, da aufgrund der Corona-Pandemie weniger Wintersportler auf den Pisten waren.

Lawinen-Drama in Österreich: Mindestens ein Toter - Suche nach Vermissten läuft auf Hochtouren

Erstmeldung vom 4. Dezember: Tweng - In Österreich hat eine Lawine drei Skitourengänger erfasst. Wie die Polizei mitteilt, konnte einer der drei Vermissten nur noch tot geborgen werden. Die zweite verschüttete Person wurde reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht. Vom dritten Tourengeher fehlt aktuell jede Spur.

Das Unglück ereignete sich laut dpa am Samstag (4. Dezember) auf der Lackenspitze bei Tweng im Salzburger Lungau. Der Geborgene, der reanimiert werden musste, sei schwer verletzt mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus Klagenfurt geflogen worden, sagte der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Anton Schilcher, den Salzburger Nachrichten.

In Österreich hat eine Lawine drei Menschen verschüttet. Einer starb. (Symbolbild)
In Österreich hat eine Lawine drei Menschen verschüttet. Einer starb. (Symbolbild) © Michael Kristen/imago

Österreich: Lawinenabgang bei Salzburg - ein Toter, mehrere Verletzte, ein Vermisster

Laut Informationen der Salzburger Nachrichten wurden zwei weitere Menschen verletzt. Sie wurden in das Krankenhaus Tamsweg gebracht. Die Suche nach dem dritten Tourengeher dauert derweil an. Fünf Hubschrauber, die Bergrettung und das Rote Kreuz seien im Einsatz, berichtet die österreichische Tageszeitung weiter.

Das Gemeindegebäude Tweng ist demnach zum Einsatzzentrum umfunktioniert worden und ein Kriseninterventionsteam betreut die Tourengeher. Woher die Skitourengänger stammten, sagte die Polizei zunächst nicht. Im betroffenen Gebiet galt zum Unglückszeitpunkt oberhalb der Waldgrenze Lawinenwarnstufe 3 (erheblich). Der Wind dürfte leicht auslösbare Triebschneemengen zusammengetragen haben, vermuten die Salzburger Nachrichten.

Auch im Aostatal an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz ist Ende November eine Lawine auf eine Skipiste abgegangen und hat einen Mann unter sich begraben. Es ist nicht das erste Unglück im Monte-Rosa-Massiv in diesem Jahr. (jo)

Auch interessant

Kommentare