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Österreich: Komplett-Lockdown ab Montag und Impfpflicht für ALLE - selbst Friseure müssen schließen

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Von: Michelle Brey, Jennifer Lanzinger

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Der österreichische Kanzler Alexander Schallenberg befindet sich gemeinsam mit Gesundheitsminister Mückenstein, Michael Ludwig und Günther Platter auf dem Weg zur Pressekonferenz.
Der österreichische Kanzler Alexander Schallenberg befindet sich gemeinsam mit Gesundheitsminister Mückenstein, Michael Ludwig und Günther Platter auf dem Weg zur Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Situation. © Expa/Johann Groder/dpa

Österreich meldet Corona-Rekordzahlen. Die Regierung verkündet einen bundesweiten Lockdown und weitere Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Update vom 19. November, 11.33 Uhr: Die österreichische Regierung hat weitreichende Corona-Maßnahmen ergriffen. In einer Pressekonferenz haben Kanzler Alexander Schallenberg, Gesundheitsminister Wolfgang Mückenstein sowie Michael Ludwig die Schutzmaßnahmen vorgestellt. Es werde „ein Lockdown wie im letzten Jahr“, sagte Schallenberg. Die neuen Regelungen werden ab Montag (22. November) bundesweit gelten.

Folgende Corona-Schutzmaßnahmen werden in Kraft treten:

Einreise nach Österreich aus Deutschland: Was gilt?

Auch an der Einreise nach Österreich wurde nachjustiert. So müssen Ungeimpfte an der Grenze künftig einen PCR-Test vorweisen. Ab Montag werden Antigen-Schnelltests nicht mehr akzeptiert. In Deutschland gilt laut Robert-Koch-Institut fast ganz Österreich als Hochrisikogebiet.

Lage in Österreich: „Lockdown wie im letzten Jahr“ - neue Corona-Regeln ab Montag

Update vom 19. November, 11.10 Uhr: „Es wird ein Lockdown sein wie im letzten Jahr - auch mit Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich“, macht Kanzler Alexander Schallenberg auf Nachfrage klar. „Wir erfinden das Rad nicht neu“, sagt er auch in Bezug auf die Maskenpflicht. Es gelte, auf bereits Bewährtes zurückzugreifen. Die Pressekonferenz ist beendet.

Update vom 19. November, 10.57 Uhr: Ein Journalist kommt jetzt auf das Thema Schulen zu sprechen. Diese sollen offen bleiben. Kanzler Schallenberg sagt: „Es gibt den Präsenzunterricht.“ Eltern sei es freigestellt, die Kinder zu Hause zu lassen. Es werde appelliert, dies, wo es möglich ist, auch umzusetzen. Entscheidungen in Bezug auf Schulen seien immer schwierig.

„Unpopuläre Maßnahmen“: Corona-Regeln in Österreich verkündet

Update vom 19. November, 10.55 Uhr: „Wir tragen alle die Maßnahmen mit - das ist wichtig“, heißt es nun. Es werde eine fünfte Welle kommen, vielleicht auch eine neue Virus-Variante. Dies gelte es zu vermeiden.

Update vom 19. November, 10.48 Uhr: Wiens Bürgermeister Michael Ludwig spricht von einem „historischen Treffen“, das stattgefunden hat. Es sei von Bedeutung, nicht nur die Ernsthaftigkeit der Lage zu erkennen, sondern auch „unpopuläre Maßnahmen“ zu ergreifen. Die Corona-Maßnahmen würden „bundesweit“ mitgetragen werden. Es soll entsprechende Wirtschaftsmaßnahmen geben. Es seien wichtige Schritte, die nun getroffen worden seien.

Update vom 19. November, 10.40 Uhr: Die Botschaft der Ärzte in Österreich sei klar. „Wir müssen nun handeln. Sonst kollabiert das System“, sagt nun Günther Platter. Der Lockdown sei eine „Notbremsung“, betont er. „Wir müssen die drei Wochen nutzen, dass sich so viele wie möglich impfen lassen, appelliert Platter. Neben erster und zweiter Impfung sei auch der dritte Piecks „sehr wichtig“. Wenn man sich jetzt zusammenreiße, dann könne man eine „fünfte Welle“ verhindern. „Man konnte eine Einigung zwischen Bund und Ländern erreichen“, sagte Platter hinsichtlich der umfassenden Maßnahmen. ÖVP, SPÖ und Grüne seien sich einig.

Corona in Österreich: Lockdown beschlossen - Impfpflicht kommt 2022

Update vom 19. November, 10.34 Uhr: Der Lockdown werde nach 20 Tagen für Geimpfte enden. Für Ungeimpfte werde das nicht gelten. Für diese Gruppe sollen auch weiterhin Einschränkungen gelten. „Wir brauchen eine höhere Impfrate“, verdeutlicht Mückenstein noch einmal. Der einzige Weg aus der Pandemie sei die Impfung. Die allgemeine Impfpflicht soll dabei helfen. In Bezug auf die dritte Impfung sagt Mückenstein: „Die dritte Dosis ist nach vier Monate empfohlen.“ Der Grüne Pass sei nur noch 7 Monate gültig. „Holen Sie sich die dritte Dosis“, appelliert er, „nur gemeinsam schaffen wir den Weg aus der Pandemie.

Update vom 19. November, 10.27 Uhr: „Die vierte Welle hat uns voll erwischt“, sagt nun Gesundheitsminister Mückenstein. Er nennt die Entscheidung einen „Wellenbrecher-Lockdown“. „Niemand will einen Lockdown“, niemand wolle dieses Mittel. Es sei allerdings das verlässlichste Instrument, um die Coronavirus-Welle zu brechen. „Wir werden die Zahlen runterbringen, wir werden das Personal auf den Intensivstationen entlasten, wir werden Menschenleben retten können“, so Mückenstein. Ab Montag, 22. November gelten Ausgangsbeschränkungen. Wo immer möglich solle Homeoffice ermöglicht werden. In Innenräumen gelte eine FFP2-Maskenpflicht.

Update vom 19. November, 10.25 Uhr: „Ab Montag für maximal 20 Tage wird ein bundesweiter Lockdown geben“, verkündet Schallenberg den nächsten Hammer. Nach zehn Tagen solle dieser evaluiert werden. Spätestens am 12. Dezember ende der Lockdown für Geimpfte. „Niemand von uns setzt freiwillig Schritte, die die Freiheit einschränken. Wir müssen diese Maßnahmen beschließen und wir tragen sie auch alle mit. Es schmerzt enorm, dass wir solche Maßnahmen treffen müssen“, wird Schallenberg deutlich. „Ich bitte Sie alle um Ihre Mithilfe. Tragen Sie diese Maßnahmen mit. Damit das Weihnachtsfest für die Geimpften und Geschützten gesichert ist“, appelliert er.

Update vom 19. November, 10.20 Uhr: „Trotz monatelanger Überzeugungsarbeit ist es uns nicht gelungen, genug Menschen davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen“, so Kanzler Schallenberg. Der Lockdown für die Ungeimpften habe die Impfquote erhöht - allerdings nicht ausreichend. Nun müsse man „der Realität ins Auge schauen“, sagt Schallenberg. Es gebe zu viele politische Kräfte, die gegen die Impfung seien - das sei „verantwortungslos“. „Wir haben uns zu einem sehr schwierigen Beschluss durchgerungen. Zu dem Beschluss eine bundesweite Impfpflicht einzuleiten.“ Diese gelte ab dem 1. Februar 2022. Die Impfquote sei der einzige Weg aus dem „Teufelskreis“ herauszukommen.

Österreich beschließt Lockdown und Impfpflicht für ALLE - Kanzler Schallenberg spricht auf PK

Update vom 19. November, 10.12 Uhr: In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz in Österreich beginnen.

Update vom 19. November, 9.55 Uhr: Die Corona-Lage in Österreich ist dramatisch. Die Infektionszahlen steigen immer weiter in die Höhe, die Krankenhäuser kommen an ihr Limit. Die österreichische Regierung um Kanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückenstein haben sich deshalb offenbar für drastische Schritte entschieden. Wie österreichische Medien übereinstimmend berichten, soll es zu einem bundesweiten Lockdown sowie einer Impfpflicht für alle kommen. Die vorgesehene Pressekonferenz wurde auf 10.15 Uhr nach hinten verschoben.

Erstmeldung vom 19. November: Wien - Die Coronavirus-Zahlen steigen in Deutschland seit Wochen stark an, doch auch Österreich hat mit einer immer dramatischeren Lage zu kämpfen. Am Freitag wollen nun offenbar Regierung und Bundesländer in Österreich über eine Verschärfung der Maßnahmen beraten. Bereits im Vorfeld wurden Forderungen nach einem neuen landesweiten Lockdown nach. Wie nun bereits durchgesickert ist: genau dieser bundesweite Lockdown soll nun offenbar tatsächlich beschlossen werden.

Österreich fährt runter! Bundesweiter Lockdown wohl beschlossen - Kanzler will Geimpfte um „Solidarität“ bitten

Bereits am Donnerstag kündigten die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg an, bei einer Nicht-Einigung im Alleingang einen Lockdown zu verhängen. Doch wie die österreichische Zeitung Krone nun berichtet, soll der bundesweite Lockdown für alle ab Montag in Kraft treten. Dieser gelte dann für zehn Tage, auch Schulen sollen dann wieder schließen. Wie das Blatt weiter berichtet, soll der Lockdown einmalig um weitere zehn Tage verlängert werden können. Für Ungeimpfte gelte dieses Maximum allerdings nicht, sie könnten auch nach den 20 Tagen im Lockdown bleiben.

Wie die Krone weiter berichtet, soll die Regierung den bundesweiten Lockdown am Vormittag in einer Pressekonferenz verkünden. Bundeskanzler Alexander Schallenberg soll demnach alle gegen das Coronavirus geimpften Personen um „Solidarität“ bitten wollen. Wie die Krone weiter berichtet, soll auch eine allgemeine Impfpflicht im Raum stehen. Diese könnte ab Januar 2022 in Kraft treten. Bestätigt sind diese Informationen allerdings noch nicht.

Erst am Donnerstag wurden in Österreich absolute Rekord-Zahlen gemeldet. 15.145 Personen hatten sich innerhalb von 24 Stunden nach offiziellen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. Damit wurde in dem Land mit rund 8,9 Millionen Einwohnern insgesamt die Schwelle von einer Million bestätigter Infektionen seit Pandemie-Beginn überschritten.

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