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Österreich bereitet sich auf Omikron-Welle im Januar vor: „Um vieles infektiöser“

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Von: Patrick Huljina

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Wolfgang Mückstein (Grüne), Sozial- und Gesundheitsminister von Österreich, spricht bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt zum Thema «Impfpflicht».
Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) warnt vor Omikron. © Georg Hochmuth/dpa

Österreich hat am Sonntag einen dreiwöchigen Lockdown beendet. Dennoch wurden bereits 59 Omikron-Fälle bestätigt. Experten fürchten eine neue Welle im Januar.

Wien - „Wir wissen schon vieles über die neue Virusvariante, aber noch nicht genug“, sagte Wolfgang Mückstein (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Dienstag (14. Dezember). Der österreichische Gesundheitsminister äußerte sich zur aktuellen Corona*-Lage im Land und der Ausbreitung von Omikron. Bislang wurden in der Alpenrepublik insgesamt 59 Infektionen mit der neuen Variante bestätigt.

Österreich meldet 59 Omikron-Fälle: „Um vieles infektiöser als Delta“

Es gehe jetzt darum, die Ausbreitung der Omikron-Variante in Österreich einzubremsen, erklärte Mückstein. Kontaktpersonen von Omikron-Infizierten müssen daher für 14 Tage in Quarantäne – unabhängig davon, ob sie geimpft oder genesen sind. Omikron sei „um vieles infektiöser als Delta“, bestätigte auch Molekularbiologe Andreas Bergthaler bei der Pressekonferenz.

In Deutschland geht Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) davon aus, „dass wir im Grunde Ende Januar, Anfang Februar Omikron schon als vorherrschende Variante in Deutschland haben werden.“ In Österreich erwarten die Experten eine Omikron-Welle spätestens im Januar.

Österreich erwartet Omikron-Welle im Januar: Vorsprung durch Lockdown

Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, verwies auf die steigenden Corona-Zahlen in Dänemark. Dort breite sich Omikron mit „besorgniserregender Geschwindigkeit“ und mache nach wenigen Tagen bereits zehn Prozent der Infektionen aus. In Großbritannien, wo Omikron ebenfalls mit „phänomenaler“ Geschwindigkeit* tobt, gäbe es düstere Prognosen, erklärte Berghammer. Man gehe davon aus, dass wir im Januar „die größte Infektionswelle überhaupt erleben in diesen zwei Jahren Pandemie“, so der Molekularbiologe.

Durch den am vergangenen Sonntag (12. Dezember) für Geimpfte beendeten Lockdown* habe Österreich sich einen Vorsprung erarbeitet. Omikron habe sich dadurch bislang nicht so schnell verbreitet. Die Infektionszahlen sind gesunken, ebenso die Zahl der belegten Betten auf Normalstationen in den Krankenhäusern. Auf den Intensivstationen hat sich die Lage allerdings noch nicht beruhigt. „Wir werden weit bis nach Weihnachten eine hochangespannte Situation haben“, prognostizierte Ostermann. Durch eine hohe Testfrequenz und Booster-Impfungen soll daher die Ausbreitung der Omikron-Variante eingedämmt werden.

Omikron in Österreich: Booster-Empfehlung ab 12 Jahren erwartet

„Holen Sie sich bitte vor Weihnachten ihren Booster“, appellierte Mückstein. Die Auffrischung soll laut dem Gesundheitsminister etwa vier Monate nach der zweiten Corona-Impfung stattfinden. Sie biete weiterhin einen guten Schutz, auch gegen Omikron.

Mückstein kündigte zudem an, dass das Nationale Impfgremium (NIG) voraussichtlich bereits am Mittwoch (15. Dezember) eine Empfehlung für eine Booster-Impfung von Kindern ab zwölf Jahren abgeben werde. Bisher gab es das Booster-Angebot in Österreich* lediglich für Erwachsene, nur in Wien wurde die Auffrischung bereits ab 16 Jahren angeboten. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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