Feuerwehrmänner entfernen vom Sturm umgestürzte Bäume auf der Inntalautobahn A12. (Symbolbild)
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Feuerwehrmänner entfernen vom Sturm umgestürzte Bäume auf der Inntalautobahn A12. (Symbolbild)

Ort von Außenwelt abgeschnitten

Sturm in Österreich: Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung - Mädchen (4) wird von Baum erschlagen

Ein Sturmtief zog am Samstag über Österreich - mit teils schlimmen Folgen. Der Föhnsturm zog eine Schneise der Verwüstung durch das Land. Eine Vierjährige wurde von einem Baum tödlich getroffen.

Update vom 4. Oktober, 11.45 Uhr: Orkanartiger Wind und starke Regenfälle sorgten am Samstag in Teilen von Österreich für zahlreiche Noteinsätze, meist wegen umgestürzter Bäume und kleinerer Überflutungen. Doch für eine Vierjährige endete das Sturmtief tödlich, sie wurde von einem Baum erschlagen. Das Mädchen war offiziellen Angaben zufolge bei einer Wanderung mit ihrer Großmutter in Niederösterreich, als ein Baum durch eine Orkanböe umstürzte. Die Vierjährige wurde tödlich getroffen, die 72-Jährige und zwei weitere Enkel wurden von Ästen getroffen.

Der Wanderweg im Bezirk Scheibbs sei zu dem Zeitpunkt wieder freigegeben und der Starkwind wohl nicht mehr zu erwarten gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Eine Zwölfjährige aus Tirol, auf die in einem Wohngebiet bei Innsbruck ein Baum stürzte, hatte Glück und trug laut Polizei nur leichte Verletzungen davon. Die Mutter hatte am Freitagabend den Angaben nach einen Schrei gehört und dann die Tochter unter dem 20 Zentimeter dicken Baumstamm entdeckt.

Sturm in Österreich: Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung - Zwei Teenager kentern mit Boot

Update vom 4. Oktober, 08:50 Uhr: Am Samstag sorgte ein Föhnsturm über Österreich für Verwüstung und zahlreiche Vorfälle. Bäume wurden entwurzelt und ein zwölfjähriges Mädchen von einem umstürzenden Baum getroffen (Ursprungsmeldung 3. Oktober). Auch zwei 15-jährige Jungen in Zell am See traf das Unwetter unerwartet. Die beiden gerieten mit ihrem Katamaran bei Windspitzen von bis zu 93 km/h in Seenot und konnten das Ufer nicht mehr erreichen. Bei einem Wendemanöver kenterte das Boot. Durch einen bereits laufenden Einsatz konnten die Jungen trotz widriger Bedingungen jedoch schnell gerettet werden. „Die Wellen waren zu diesem Zeitpunkt gut einen bis 1,50 Meter hoch“, sagte Michael Kling von der Wasserrettung des Samariterbunds laut wetter.at.

Auch am Sonntag werden weitere Unwetter erwartet. Etwa in den Hohen Tauern seien erneut Windspitzen von 70 bis 80 km/h möglich, so wetter.at.

Sturm in Österreich: Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung

Ursprungsmeldung vom 3. Oktober: Salzburg - Ein Föhnsturm sorgte am Samstag in Österreich für schlimme Vorfälle und zog eine Spur der Verwüstung durch das Land. Dabei erreichte das Unwetter* auf einigen Bergen wie vorab erwartet Orkanstärke. Doch auch in niedrigeren Lagen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h festgestellt. So etwa in Innsbruck, die unter anderem oe24.at berichtet.

Sturm in Österreich: Ort über Straßenweg nicht erreichbar

Der heftige Wind* sorgte etwa für umfallende Bäume, die teils enorme Schäden anrichteten. In der Obersteiermark fielen entwurzelte Bäume etwa auf einen LKW, mehrere Straßen und auch auf die Oberleitung der Rudolfsbahn. Der Ort Ramsau am Dachstein war über den Straßenweg nicht erreichbar. Die Feuerwehr war vielerorts mit einem Großaufgebot unterwegs, um die Schäden zu beseitigen. Neben umgestürzten Bäumen musste sie etwa auch gekappte Stromleitungen flicken und Dächer sichern.

Sturm in Österreich: Mädchen von Baum getroffen

Im Großraum Innsbruck wurde sogar ein zwölfjähriges Mädchen von einem umstürzenden Baum getroffen. Dem Bericht nach hielt sich das Mädchen vor einer Wohnanlage auf, als gegen halb acht Uhr Abends ein Baum mit einem Stammdurchmesser von knapp 20 Zentimetern auf sie stürzte. Die Mutter wurde durch den Schrei der Tochter darauf aufmerksam. Das Mädchen kam demnach mit leichten Verletzungen davon, wurde aber dennoch zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Neben dem Wind sorgte auch einsetzender Starkregen* für Schäden. Im Raum Kötschach-Mauthen in Kärnten wurden etwa Straßen und Keller überflutet sowie Kanäle verstopft. Wegen Murenabgängen und umgestürzter Bäume musste auch die B110 über den Plöckenpass komplett gesperrt werden.

Auch in Tirol sorgte der Sturm für etliche kleinere Überflutungen. Erst am frühen Abend ließ der Regen hier nach. In Salzburg waren den Tag über mehr als 500 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Landeswarnzentrale appellierte dringend an die Bürger, sich nicht in den Wäldern aufzuhalten. Auch in Frankreich und Italien sorgte ein Sturm für Verwüstung. Dabei wurden auch einige Deutsche als vermisst gemeldet. (rjs) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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