Österreich verschärft die Tempo-Strafen auf seinen Straßen. Hier eine Polizeikontrolle bei Schwaz in Tirol. (Symbolfoto)
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Österreich verschärft die Tempo-Strafen auf seinen Straßen. Hier eine Polizeikontrolle bei Schwaz in Tirol. (Symbolfoto)

Neue Regeln sollen „abschreckend“ wirken

Österreich verschärft Strafen für „Raser“ enorm: Darauf müssen Urlauber aus Deutschland nun dringend achten

  • Patrick Mayer
    VonPatrick Mayer
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Von Wien bis Salzburg und Tirol: Österreich hebt die Strafen für deutliche Tempo-Überschreitungen auf seinen Autobahnen und Straßen sehr deutlich an.

München/Wien - Viel zu tun zwischen Wien und Tirol, zwischen Salzburg und Graz*. Österreich kämpft weiter mit der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie*. Doch Österreich* will parallel ein Problem in den Griff bekommen. Das von „Rasern“ in seinen Ortschaften und darüber hinaus auf Landstraßen sowie in Einzelfällen auf den Autobahnen zwischen Brenner und der sogenannten West-Autobahn zwischen Wien, Linz und der deutschen Grenze in Bayern*.

Österreich: Tempostrafen in Ortschaften, auf Landstrafen und auf der Autobahn verschärfen sich

So tritt ab diesem Mittwoch, 1. September, eine Gesetzesnovelle zum sogenannten Raserpaket in Kraft. Darauf verwies der Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC) in einer Aussendung. Demnach verschärfen sich die Strafen bei sehr deutlicher Überschreitung der Tempolimits im Ortsgebiet und auf Freilandstraßen immens. Auf Geldstrafen bezogen, ist teils von einer Verdoppelung die Rede.

Das Höchstmaß an einer Geldstrafe bei massiver Übertretung der Tempolimits steigt zum Beispiel von 2180 auf nunmehr 5000 Euro. Wer mit mehr als 30 Stundenkilometer über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erwischt und/oder geblitzt wird, muss mindestens 150 Euro Strafe zahlen. Ein weiteres Beispiel: Wer außerorts (also auch auf Autobahnen) mit mehr als 50 Stundenkilometer zu schnell unterwegs ist, zahlt ab 1. September 300 statt bisher 150 Euro.

Österreichischen Staatsbürgern droht derweil deutlich früher der Führerscheinentzug. Und länger. Ein Beispiel: Wer innerorts mit bis zu 60 km/h zu viel erwischt wird, muss in Zukunft seinen Führerschein einen Monat statt bislang zwei Wochen abgeben. Österreich will laut ÖAMTC durch die Verschärfung der Maßnahmen („abschreckende Wirkung“) insbesondere das „Raser“-Problem innerorts in den Griff bekommen. Interessant sind die Maßnahmen freilich aber auch für deutsche Urlauber, etwa wenn sie von Italien oder vom Balkan kommend über Österreich zurück nach Deutschland fahren.

Österreich: Deutsche Urlauber müssen zwischen Tirol, Salzburg und Wien noch mehr auf Tempolimits achten

Wer also künftig zum Beispiel aus Richtung Innsbruck kommend über die B181 am Achensee nach Lenggries oder Bad Tölz* eine Abkürzung nimmt; oder über die B171 vom Brenner kommend über Seefeld in Tirol nach Garmisch-Partenkirchen* und von dort weiter auf die A95 nach München fährt, muss folglich noch mehr auf die Geschwindigkeit achten. Denn: Die Strafen werden in der Alpenrepublik konsequenter. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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