Ein österreichischer Polizist im Einsatz (Symbolfoto).
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Ein österreichischer Polizist im Einsatz (Symbolfoto).

Grausame Tat kurz nach Weihnachten

Vater in Tirol unter Verdacht: 28-Jähriger tötet offenbar seine zwei kleinen Töchter - ihre Mutter war bei der Arbeit

  • Florian Naumann
    VonFlorian Naumann
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Kurz nach Weihnachten erschüttert ein entsetztliches Verbrechen Tirol. Nahe des Skiortes Sölden wurden zwei kleine Mädchen getötet. Unter dringendem Tatverdacht steht ihr Vater.

Längenfeld/Imst - Eine schreckliche Gewalttat hat ein 28 Jahre alter Familienvater offenbar am Montagnachmittag (28. Dezember) in Tirol verübt: Der Mann steht unter dringendem Verdacht im Ort Längenfeld nahe Imst seine zwei kleinen Töchter getötet zu haben. Ein Notarzt konnte bei den beiden zwei Jahre beziehungsweise neun Monate alten Mädchen nur noch den Tod feststellen, wie die Tiroler Polizei am Montagabend mitteilte.

Tirol: Schlimmer Verdacht - junger Vater tötete offenbar seine zwei Töchter

Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass der 28-Jährige seine Töchter kurz nach Weihnachten durch „Gewalteinwirkung gegen den Hals“ aus dem Leben riss. Der mutmaßliche Täter befand sich den Angaben zufolge nach einem Selbstmordversuch am Abend im Krankenhaus Zams.

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Wie die Tiroler Tageszeitung online weiter berichtete, befand sich die Mutter (29) der Kinder zum Tatzeitpunkt offenbar nicht im Haus, sondern an ihrem Arbeitsplatz. Als sie ihren Mann telefonisch nicht erreichte, habe sie die Polizei informiert.

Längenfeld/Tirol: Zwei kleine Mädchen getötet - Hintergründe geben Ermittlern noch Rätsel auf

Die Hintergründe der Tat schienen zunächst noch völlig unklar. Dem Bericht zufolge war der 28-Jährige weder „amtsbekannt“, noch bestand ein Verbot, sich den Kindern oder dem Haus zu nähern. Der mutmaßliche Täter selbst konnte am Montag nicht befragt werden - er befand sich den Angaben zufolge am Abend zwar nicht mehr in Lebensgefahr, konnte aber auch noch nicht vernommen werden.

Die Ermittlungen zu der zweifachen Kindstötung in Längenfeld im Ötztal - nahe des bekannten Skiorts Sölden - hat das Landeskriminalamt Tirol übernommen. Ein weiterer verheerender Fall hatte im September in Deutschland Schlagzeilen gemacht. In Solingen stand eine Mutter unter Verdacht ihre fünf Kinder getötet zu haben. (fn)

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