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Vom 17. September bis zum 3. Oktober fand in München das 183. Oktoberfest statt.

Weniger Besucher, mehr Sexualdelikte

Oktoberfest 2016: Die Bilanz der 183. Auflage des Volksfests

München - Am Montag endet in der bayerischen Landeshauptstadt München das 183. Oktoberfest. Nach insgesamt 17 Tagen ziehen die Polizei und die Festleitung nun Bilanz.

Das diesjährige Oktoberfest ist nach Ansicht der Münchner Polizei überwiegend friedlich verlaufen. "Wir sind sehr zufrieden", sagte Polizeivizepräsident Werner Feiler am Montagnachmittag. Insgesamt gab es der Bilanz zufolge 1067 gemeldete Delikte - fast 200 weniger als im Vorjahr (1261). Das Oktoberfest lockte allerdings auch deutlich weniger Besucher an als 2015.

Nach einer ersten Schätzung der Festleitung kamen 5,6 Millionen Gäste - rund 300.000 weniger als im Vorjahr. Noch weniger waren zuletzt nach Angaben der Stadt im Jahr 2001 nach den Terror-Anschlägen von New York mit 5,5 Millionen Besuchern registriert worden. Schon im vergangenen Jahr hatte das größte Volksfest der Welt einen Rückgang verzeichnet, die Zahl sank damals um 400.000 auf 5,9 Millionen.

Seltener als sonst mussten diesmal Festzelte wegen Überfüllung geschlossen werden. Festleiter Josef Schmid (CSU) sprach am Montag dennoch von einer Gute-Stimmung-Wiesn: "Insgesamt sind Festleitung, Marktkaufleute, Schausteller und Wirte mit der Wiesn sehr zufrieden."

Mehr Sexualdelikte als in den Vorjahren

Allerdings hatte die Polizei in diesem Jahr mit einer steigenden Zahl von Sexualdelikten (2016: 31/2015: 21) und mehr Widerstand (22/9) zu tun. Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz blieben bis kurz vor Ende des Oktoberfests auf gleichem Stand (238/238). Die Zahl der Maßkrug-Schlägereien ging zurück (42/52). Auch die Zahl der registrierten Taschendiebstähle sank (203/300).

Gründe für den Rückgang der Kriminalität sind laut Feiler unter anderem das geringere Besucheraufkommen am verregneten ersten Wiesn-Wochenende und das erneuerte Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei. Eine terroristische Bedrohung bestand nach seinen Angaben zu keinem Zeitpunkt. "Es gab und gibt zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr fürs Oktoberfest", sagte Feiler.

dpa

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