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Der ehemalige Speisesaal der Nationen des Olympischen Dorfes von 1936: Das historische Gebäude an der Stadtgrenze von Berlin wird für Wohnzwecke ausgebaut. Foto: Ralf Hirschberger

Rund 450 Wohnungen

Olympisches Dorf von 1936 wird für Wohnzwecke saniert

In Berlin sind Wohnungen knapp. Jetzt wird das ehemalige Olympische Dorf von 1936 für Wohnzwecke am Stadtrand saniert. 2019/2020 sollen die ersten einziehen.

Wustermark (dpa) - Das Olympische Dorf von 1936 an der Stadtgrenze von Berlin wird für Wohnzwecke ausgebaut. Im ehemaligen Speisehaus der Nationen, einem der Hauptgebäude, sollen rund 100 Wohnungen verfügbar gemacht werden.

Zudem werden an mehreren Stellen, wo einst Sportlerhäuser standen, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser mit weiteren rund 350 Wohnungen gebaut, wie die Havelland-Gemeinde Wustermark und der Investor Terraplan zum ersten Spatenstich heute mitteilten.

Die Baukosten für den ersten Abschnitt, der rund ein Fünftel des 52 Hektar großen Areals umfasst, werden auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt. Die Bundesregierung unterstützt die Sanierung als national bedeutsames Stadtentwicklungsprojekt mit 2,3 Millionen Euro, die Gemeinde steuert 1,3 Millionen Euro dazu. Die Wohnungen sollen von 2019/2020 an verkauft oder für bis zu zehn Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

Das Olympische Dorf unweit des Berliner Olympiastadions war 1934/36 von den Nazis als Sportlerquartier für bis zu 4000 Athleten gebaut worden. Nach den Spielen übernahm die Wehrmacht das Gelände, ab 1945 wurde es von den sowjetischen Truppen genutzt.

Seit der Wende drohten die noch erhaltenen Gebäude zu zerfallen und wurden von einer Stiftung verwaltet. Führungen über das unter Denkmalschutz stehende historische Gelände sollen auch weiterhin noch möglich sein.

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