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Omikron-Aerosole im Treppenhaus? Experte klärt auf und hat wichtigen Tipp

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Von: Verena Möckl

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Die höchst ansteckende Omikron-Variante des Coronavirus rollt über Deutschland. Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr in Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern? Ein Experte klärt auf.

München - Das Coronavirus wird bekanntlich über Aerosole übertragen - also beim Sprechen, Singen, Lachen und besonders beim Niesen und Husten. Vor allem bei der Omikron-Mutation ist das Ansteckungsrisiko hoch. Rasend schnell breitet sich die Virus-Variante in ganz Deutschland aus.

Die WHO rechnet damit, dass sich in den nächsten sechs bis acht Wochen mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Europa mit Omikron infizieren könnte. Die meisten Ansteckungen finden laut Robert Koch Institut in privaten Haushalten statt. Von hier geht also die größte Gefahr aus. Betrifft das auch die Treppenhäuser von Mehrfamilienhäusern? Ein Experte gibt Antworten.

Coronavirus-Variante Omikron: So ansteckend sind Aerosole im Treppenhaus von Mehrfamilienhäusern

Der Epidemiologe Timo Ulrichs erklärt im Interview bei ntv, dass sich Aerosole im Treppenhaus „zum Teil ganz schön lange“ halten können. Genaue Angaben kann der Wissenschaftler jedoch nicht machen. Es handle sich um Minuten oder Stunden, je nachdem wie klein die Aerosole sind. „Je kleiner sie sind, desto länger können sie in der Luft schweben“, sagt Ulrichs. Doch er gibt sogleich eine Entwarnung. Denn mit der Zeit würden sich die Luftpartikel auf Oberflächen, wie Treppengeländer oder Wänden absetzen. „Und dann ist es auch nicht mehr so tragisch“.

Risiko einer Omikron-Infektion im Treppenhaus? Experte klärt über Aerosole auf

Eine gewisse Gefahr, sich zu infizieren, ist dem Experten zufolge aber dennoch vorhanden. Um das Risiko für eine Ansteckung zu reduzieren, hat der Wissenschaftler einen Tipp. Man müsse für Luftaustausch sorgen. Also - sofern es möglich ist - richtig durchlüften.

Diese Zauberformel ist im Kampf gegen das Coronavirus schon länger bekannt. Doch damit der Sauerstoff in Innenräumen optimal ausgetauscht wird, gibt es beim Lüften einiges zu beachten. So spielt es eine Rolle wie oft und wie lange man das Fenster öffnet.

Richtiges Lüfen - Epidemiologe gibt Tipp: „Dann geht das ganz zügig“

Der Epidemiologe Ulrichs empfiehlt, den sogenannten Kamineffekt auszunutzen. Das bedeutet: Das Fenster im obersten Stockwerk sowie die Eingangstür gleichzeitig zu öffnen. Dann werde laut Ulrichs die Luft ganz schnell ausgetauscht. „Dann geht das ganz zügig und dann sind die Aerosole auch alle weg.“

Doch nicht in jedem Treppenhaus ist das Lüften möglich. Hier erfahren Sie, ob Sie zum Schutz vor Omikron lieber eine Maske im Treppenhaus tragen sollten.

Alle Nachrichten über das Coronavirus finden Sie hier. Die neuesten Infos rund um die Corona-Pandemie in Bayern finden Sie in unserem Corona-Ticker.

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