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Wirken Corona-Impfstoffe gegen Omikron? Moderna-Chef äußert Befürchtung

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Von: Franziska Schwarz

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Eine 3D-Simulation des neuartigen Coronavirus
Die Corona-Variante Omikron (Symbolbild) bereitet Sorgen. © Besa Art/Imago

Wegen der neuen Corona-Variante Omikron sind Impfstoffhersteller in regem Austausch mit Forschern. Zum Beispiel der Moderna-Chef. Er klingt aktuell entmutigt.

Cambridge - Die Variante Omikron ist ein neues Kapitel der Corona-Pandemie. Ob es noch tragischer werden wird als die vorherigen, prüfen Experten nun mit Hochdruck. Eine der drängendsten Fragen: Wirken die existierenden Vakzine auch gegen die Mutation?

Bislang zeigen sich Virologen, Mediziner oder Impfstoffhersteller zuversichtlich. Hier in Deutschland zum Beispiel Christian Drosten. Oder Karl Lauterbach. Aber jetzt zeigt ausgerechnet Moderna Nerven: Dessen Chef Stephane Bancel befürchtet eine stark eingeschränkte Wirksamkeit gegen Omikron.

Moderna-Chef zu Omikron-Variante: „Erhebliche Abnahme“ der Impfstoffwirkung

Wegen der vielen Mutationen der Variante gingen Forscher von einer „erheblichen Abnahme“ der Schutzwirkung aus, sagte Bancel der Financial Times vom Dienstag. Der Chef des US-Impfstoffherstellers erklärte: „Alle Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sagen: ‚Das wird nicht gut sein‘.“

Der Moderna-Chef verwies auf Angaben von Wissenschaftlern, denen zufolge 32 der 50 bei Omikron festgestellten Mutationen das Spike-Protein betreffen. Dieses Protein auf der Oberfläche des Virus wird von den Impfstoffen genutzt, um eine Immunreaktion gegen das Coronavirus hervorzurufen. „Ich glaube, die Wirksamkeit hat auf keinen Fall das gleiche Niveau wie gegen die Delta-Variante“, sagte Bancel.

Omikron: Vakzine von Moderna, Biontech oder Sputnik V nun auf dem Prüfstand

Sein Unternehmen habe bereits mit der Arbeit an einem überarbeiteten Impfstoff begonnen, aber dies werde einige Monate dauern. Moderna, Biontech und Pfizer sowie der Entwickler des in der EU bislang nicht zugelassenen russischen Impfstoffs Sputnik V haben bereits angekündigt, ihre Impfstoffe zu prüfen und gegebenenfalls ein an die Omikron-Variante angepasstes Vakzin zu entwickeln.

Realistischerweise könne Moderna im Laufe des kommenden Jahres zwei bis drei Milliarden Dosen eines solchen Mittels herstellen, sagte Bancel nun der Financial Times. Er warnte zudem davor, die gesamte Produktion auf die Omikron-Variante auszurichten, während in der Pandemie auch noch andere Corona-Varianten zirkulieren. (frs mit Material der AFP)

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