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WHO-Expertin warnt vor weiteren neuen Corona-Varianten: „Befinden uns in einer sehr gefährlichen Phase“

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Von: Patrick Huljina

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Omikron sorgt weltweit für steigende Infektionszahlen, da warnt eine Expertin der WHO bereits vor der Entstehung von weiteren Corona-Varianten.

Kopenhagen – In der Corona-Pandemie haben neue Varianten immer wieder für neue Wellen gesorgt. Derzeit lässt Omikron die Infektionszahlen weltweit explodieren. Immer mehr Länder melden neue Rekordwerte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun vor der Entstehung weiterer, noch gefährlicherer Varianten des Coronavirus, gewarnt.

WHO-Expertin warnt vor neuen Varianten: „Befinden uns in einer sehr gefährlichen Phase“

Je stärker sich Omikron ausbreite und vermehre, „desto wahrscheinlicher ist es, dass es eine neue Variante hervorbringt.“ Das erklärte die WHO-Notfallexpertin Catherine Smallwood in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. In den USA wurden durch die Omikron-Ausbreitung zuletzt mehr als eine Million Fälle an nur einem Tag gemeldet. Auch in Deutschland steigen die Zahlen rasant. Virologe Christian Drosten erwartet, dass Omikron hierzulande noch im Januar dominant sein wird.

„Wir befinden uns in einer sehr gefährlichen Phase“, betonte Smallwood. „Wir beobachten sehr stark steigende Infektionsraten in Westeuropa, deren Auswirkungen noch nicht ganz klar sind.“ Das Risiko, bei einer Omikron-Infektion ins Krankenhaus zu müssen, sei zwar „individuell betrachtet“ wahrscheinlich geringer als bei der bisher dominanten Delta-Variante. Allerdings gehe aufgrund der starken Ausbreitung von Omikron insgesamt wohl eine größere Gefahr aus.

Omikron: Gesundheitssysteme haben „echte Probleme“ – Sorge vor Engpässen

„Bei einem starken Anstieg der Fallzahlen gibt es wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen, die schwer erkranken, ins Krankenhaus müssen oder möglicherweise sterben werden“, befürchtet Smallwood. Die WHO-Expertin machte auf den extremen Anstieg der Corona-Zahlen in Europa in den letzten Tagen des vergangenen Jahres aufmerksam. Seit Beginn der Pandemie wurden in Europa insgesamt mehr als 100 Millionen Corona-Infektionen verzeichnet. Nach WHO-Angaben wurden mehr als fünf Millionen davon alleine in der letzten Woche 2021 registriert.

Eine Mitarbeiterin macht einen Nasenabstrich bei einem Mann, um ihn auf das Coronavirus zu testen.
Die WHO warnt angesichts der Omikron-Welle vor neuen Varianten. (Symbolbild) © Michael Varaklas/dpa

Die starke Ausbreitung von Omikron hat Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme. Großbritannien warnte am Dienstag vor massiven Personalengpässen. Premierminister Boris Johnson musste eingestehen, dass der Gesundheitsdienst NHS unter „erheblichem Druck“ steht. „Selbst in gut ausgestatteten und modernen Gesundheitssystemen gibt es im Moment echte Probleme“, bilanzierte Smallwood. Es sei davon auszugehen, „dass diese sich in der ganzen Region entwickeln, während Omikron die Infektionsfälle nach oben treibt.“

Auch in Deutschland ist man in Sorge vor möglichen Personalengpässen in der kritischen Infrastruktur. Beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Freitag (7. Januar) soll daher unter anderem über eine mögliche Anpassung der Quarantäne-Regelung diskutiert werden. In Frankreich wurde zuletzt eine neue Corona-Variante entdeckt. (ph mit afp)

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