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Omikron-Sorge: Lauterbach verweist auf brandneue Studie zum Impfschutz - mit ersten positiven Hinweisen

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Von: Martina Lippl

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Karl Lauterbach - SPD-Gesundheitspolitiker-Bundestag
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. © Michael Kappeler/dpa

Wirken die derzeitig verfügbaren Impfstoffe gegen die neue Coronavirus-Variante Omikron (B.1.1.529)? Lauterbach verweist auf brandaktuelle Studie aus Israel.

München - Auf der ganzen Welt versuchen Corona-Forscher der Omikron-Variante (B.1.1.529) auf die Spur zu kommen. Es gibt Hinweise darauf, dass die neue Coronavirus-Variante deutlich ansteckender als bisherige Varianten ist. Ob sie auch gefährlicher ist, wird derzeit noch untersucht. Hier ist Geduld gefragt, mahnen Experten und warnen vor voreiligen Schlüssen.

Wirken mRNA-Impfstoffe gegen Omikron?

Wirken die jetzigen mRNA-Impfstoffe auch gegen Omikron? Eine Frage, die wohl viele Menschen und auch Karl Lauterbach (58) beschäftigt. Impfstoff-Hersteller wie Moderna und Biontech untersuchen bereits in laufenden Labortests, ob ihre Vakzine angepasst werden müssen und ob die derzeitig verfügbaren Corona-Impfstoffe wirken. Lauterbach ist eher für seine düsteren Prognosen bekannt. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat er sich einen Namen als „Mahner“ gemacht. Seine Haltung polarisiert, doch oft liegt der Gesundheitsexperte mit seinen Vorhersagen richtig.

Lauterbach: Biontech 90 Prozent Wirksamkeit bei Omikron

Jetzt twittert Lauterbach eine doch eher positive Nachricht. „In Israel gibt es Hinweise, dass Biontech auch gegen Omicron 90% Wirksamkeit habe“, verkündet der Gesundheitsexperte und teilt einen Link der The Jerusalem Post (TJP). „Bisher wurden die Daten nicht veröffentlicht“, schreibt Lauterbach weiter. Er versuche jedoch mehr bei ISR Kollegen zu erfahren. Der israelische Gesundheitsminister Nitzan Horowitz spricht in dem TJP-Artikel von ersten Anzeichen, dass Biontech auch bei Omikron vor Covid-19 schützt. Es gebe erste Hinweise, dass bei Personen mit einer vollständigen Impfung in den vergangenen sechs Monate oder mit einem Booster auch gegen die Omikron-Variante geschützt seien.

Omikron-Sorge - noch wissen Forscher wenig

Der SPD-Gesundheitsexperte reagierte alarmiert auf die ersten Berichte über eine neue Corona-Variante aus Südafrika. Mit Blick auf die Corona-Krise in Deutschland forderte er via Twitter konsequente Reisebeschränkungen, einen rigorosen Stopp des Flugverkehrs aus den betroffenen Ländern. Dann ruderte Lauterbach wieder etwas zurück, sprach von einem „vorgezogenem Weihnachtsgeschenk“. Der Grund: Dr. Angelique Coetzee, Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, beobachtete ungewöhnliche Symptome bei ihren Omikron-Patienten. Die Ärztin sprach von einem milden Verlauf.

Omikron-Variante: Biontech optimistischer als Moderna

Biontech-Chef Ugur Sahin erwartet, dass der verfügbare Covid-19-Impfstoff auch bei der neuen Omikron-Variante vor schweren Krankheitsverläufen schützen kann. Omikron sei nicht die erste Corona-Variante, die aufgetaucht sei, sagte Sahin am Dienstagabend in Mainz vor der Verleihung eines Preises an ihn und seine Frau.

Niemand solle wegen Omikron die Nerven verlieren

Niemand solle wegen Omikron die Nerven verlieren, vielmehr gehe es jetzt darum, allen möglichst schnell Auffrischungsimpfungen zu verabreichen, sagte Sahin in einem Gespräch mit dem Wall Street Journal (WSJ) Omikron könne zu mehr Infektionen führen, aber der von Biontech und Pfizer auf den Markt gebrachte Impfstoff habe auch bei andere Varianten gut gegen schwere Erkrankungen geschützt. Der Körper bilde nach der Impfung Antikörper und T-Zellen, die der Immunabwehr diente, erklärt Sahin im WSJ. Falls die Variante besser darin sei, die Antikörper zu überlisten, blieben immer noch die T-Zellen als Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. Es sei kaum vorstellbar, dass eine Variante beide Schutzmechanismen aushebeln könnte.

Moderna-Chef Stephane Bancel hatte zuvor offen Zweifel an der Wirksamkeit der verfügbaren mRNA-Impfstoffe geäußert. (ml)

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