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Neue Corona-Variante Omikron: Experten äußern beunruhigende HIV-These - auch Lauterbach teilt Verdacht

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Von: Jennifer Lanzinger

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Karl Lauterbach (SPD), Gesundheitsexperte, nimmt an der Sitzung des Bundestags teil. (Archivbild) © Kay Nietfeld/dpa

Viel ist noch nicht bekannt über die Corona-Variante Omikron, doch sie gilt schon jetzt als besorgniserregend. Experten und auch Karl Lauterbach äußern nun eine eindeutige HIV-These.

Berlin - Das Coronavirus hat Deutschland wieder fest im Griff, täglich meldet das RKI neue bedrückende Infektionszahlen. Ende November dann die Hiobsbotschaft: in Südafrika wurde eine neue Variante B.1.1.529 festgestellt, die Corona-Variante Omikron sorgt seitdem erneut für Schlagzeilen. Experten äußern nun einen überraschenden Verdacht: die Mutation könnte in einem HIV-Patienten entstanden sein.

Experten äußern Verdacht: Omikron könnte in HIV-Patienten entstanden sein

Endgültig erforscht ist die Omikron-Variante noch nicht, unklar ist bislang auch die Wirkung der Corona-Impfstoffe auf die Mutation. Doch Experten zufolge könnte die überraschend viele Mutationen tragende Mutation in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form der Immunschwäche entstanden sein. Wie Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärte, sei dieser Verdacht denkbar und wahrscheinlich. Ähnliche Befunde seien in anderen Fällen bereits publiziert worden.

So könne sich das Virus in Menschen mit geschwächtem Immunsystem über Wochen vermehren. „Dabei können immer wieder
vereinzelt Mutationen auftreten, die dem Virus eventuell keinen Vorteil bringen, die sich aber aufgrund der fehlenden Kontrolle durch das Immunsystem dennoch weiter vermehren können“, erklärt Watzl weiter. Auf diese Art könnten dann zusätzliche Mutationen entstehen. Nicht das erste Mal, dass dieser Verdacht von einem Experten geäußert wird. Bereits am Freitag hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach auf Twitter erklärt, dass die vielen Mutationen für die Entstehung in HIV-Patienten sprechen würden.

Corona-Variante Omikron - Auch Lauterbach teilt die HIV-These

Die Variante Omikron besitzt im Vergleich zum ursprünglichen Coronavirus aus Wuhan eine ungewöhnlich hohe Zahl von etwa 30
Aminosäureänderungen allein im Spike-Protein. Darunter sind Mutationen, von denen bekannt ist, dass sie mit einer stärkeren Übertragbarkeit und Immunescape in Verbindung stehen. Hinzu kommen viele Mutationen, deren Bedeutung noch unklar ist. „Auch wenn wir den Effekt einzelner Mutationen aus den anderen Varianten kennen beziehungsweise abschätzen können, ist aktuell unklar, welchen Effekt diese Kombination an Mutationen haben wird“, erklärte Watzl.

Viele HIV-Patienten würden in Afrika nicht ausreichend therapiert, weshalb ihr Immunsystem deutlich geschwächt sei, so Watzl. Zur Vermeidung der Ausbreitung so umfangreich veränderter Varianten wie Omikron wäre es demnach wichtig, infizierte immungeschwächte Menschen zu identifizieren und sie zu isolieren, bis sie nicht mehr infektiös sind. „Denn selbst wenn das Virus in einer solchen Person stark mutiert, erst die Weitergabe des mutierten Virus ist wirklich gefährlich.“

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