1. Startseite
  2. Welt

Symptome stärker als erwartet? Neue Omikron-Daten lassen aufhorchen - Experten einig, was hilft

Erstellt:

Von: Yasina Hipp

Kommentare

Coronavirus - Testlabor Untersuchung auf Omikron.
In Laboren wird Omikron nachgewiesen. © picture alliance/dpa/Uwe Anspach

Die Virus-Variante Omikron beherrscht derzeit das Infektionsgeschehen. Experten und Wissenschaftler versuchen weiterhin das Risiko einzuschätzen. Eine Studie aus Norwegen liefert weitere Erkenntnisse.

Oslo - Auch Virologe Alexander Kekulé weist auf seinem Twitter-Kanal auf eine neue Studie aus Kalifornien hin, die zeigt, dass eine Infektion mit Omikron deutlich milder verlaufe als eine Infektion mit Delta. Die Ergebnisse der amerikanischen Studie zeigen beispielsweise, dass die Wahrscheinlichkeit, mit Omikron ins Krankenhaus zu kommen, um rund 52 Prozent niedriger ist, als bei Delta. Ähnlich verhält es sich auch mit der Wahrscheinlichkeit eine intensivmedizinische Behandlung zu benötigen. Hier sinkt das Risiko um rund 74 Prozent. Das klingt zunächst einmal nach guten Nachrichten. Eine Infektion mit Omikron scheint milder und weniger gefährlich zu sein. Eine kleiner angelegte Studie aus Norwegen zeigt allerdings, dass die Erkrankung trotzdem ernst zu nehmen ist und die Symptome stärker sein können als erwartet.

Omikron-Studie aus Norwegen

An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass die norwegische Studie nicht repräsentativ und mit gerade einmal 111 Teilnehmenden, mit einem Durchschnittsalter von 38 Jahren, durchgeführt wurde. Bei einer Weihnachtsfeier in Oslo infizierten sich trotz Sicherheitsmaßnahmen und hoher Impfquote (96 Prozent mit zweifacher Impfung) 111 der 117 Gäste mit dem Coronavirus. Daraufhin analysierte das norwegische Gesundheitsministerium (Norwegian Institute of Public Health) den Ausbruch.

Von den 111 Infizierten wurden in 81 Fällen Omikron nachgewiesen. Eine großer Teil (91 Prozent) von den Omikron-Infizierten vermeldete trotz zweifacher Impfung, dass durchaus Symptome aufgetreten sind. Husten (83 Prozent), eine verstopfte Nase (78 Prozent), Müdigkeit (74 Prozent) sowie Halsschmerzen (72 Prozent), Kopfschmerzen (68 Prozent) und Fieber (54 Prozent), waren die genannten Symptome.

Omikron-Studie: Einstufung der Symptome

Die Skala zur Einschätzung des Schweregrads reichte von eins (keine Symptome) bis fünf (erhebliche Symptome). 42 Prozent der 81 Omikron-Infizierten gaben eine Drei an. Elf Prozent, und somit jeder Zehnte, sogar eine Vier. Keiner der Teilnehmenden musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Experten und Wissenschaftler sind sich inzwischen auch einige, dass besonders die dritte Impfung, der so genannte Booster, gegen schwere Verläufe schützt.

Auch interessant

Kommentare