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Omikron gibt Rätsel auf: Symptome unterscheiden sich deutlich von Delta und Co. - genau darin liegt die Gefahr

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Von: Marcus Giebel

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Eine Frau mit Mütze schnaubt ihre Nase mit einem Taschentuch
Symptome wie bei einer Erkältung: Verstopfte Nasen können auf eine Omikron-Infektion hinweisen. © Christina Sabrowsky/dpa

Mit Omikron könnte sich die Pandemie noch einmal in eine neue Richtung entwickeln. Denn die Corona-Mutation erwehrt sich nicht nur Impfstoffen erfolgreicher, sondern hat auch andere Symptome zur Folge.

München - Auf diesen Wettbewerb schaut seit bald zwei Jahren die ganze Welt: Wissenschaft gegen Coronavirus. Die Experten entwickeln unaufhörlich neue Wirkstoffe gegen den lebensgefährlichen Erreger, der Covid-19 auslösen kann und schon Millionen Menschenleben auf dem Gewissen hat. Das Virus wehrt sich auf seine Weise: Indem es mutiert und uns somit vor immer neue Herausforderungen stellt.

In Deutschland lautet die Gegenwart noch Delta, doch schon in naher Zukunft wird wie in vielen anderen europäischen Ländern auch hier Omikron das Kommando übernehmen. Also die Variante von Sars-CoV-2, die die Forscher vor besondere Rätsel stellt. Weil sie nicht so wirklich in die Chronologie dieser Pandemie zu passen scheint.

Omikron deutlich ansteckender - aber wohl oft milderer Verlauf

Denn Omikron unterscheidet sich nach bisherigen Erkenntnissen in einigen Punkten deutlich von den bisher vorherrschenden Varianten. So heißt es bislang, die zuerst in Südafrika entdeckte Mutante sei deutlich ansteckender, Fallzahlen würden sich nicht mehr nach Wochen, sondern nach wenigen Tagen verdoppeln.

So weit, so schlecht. Allerdings scheint es ganz so, als wäre der Verlauf einer Infektion und einer womöglichen Krankheit zumeist milder - was angesichts der seit Pandemiebeginn bundesweit zurückgehenden Zahl der Intensivbetten und der immer noch nicht ausreichenden Impfquote aber keine Entwarnung sein kann. Ein Hoffnungsschimmer in düsteren Zeiten aber allemal.

Video: Omikron-Impfstoffe sind wohl bald verfügbar

Omikron-Symptome: Viele Schnittmengen mit klassischer Erkältung

Außerdem haben Forscher in den USA, in Südafrika und in Großbritannien in Studien herausgefunden, welches die häufigsten Symptome bei einer Infektion mit Omikron sind. Acht an der Zahl werden aufgelistet: Das wären neben Kopfschmerzen, Niesen, Halskratzen sowie Schnupfen oder einer verstopften Nase auch Schmerzen im unteren Rücken, Müdigkeit, Nachtschweiß und Gliederschmerzen.

Die Infizierten hätten vor allem unter „extremer Müdigkeit“ gelitten, sagte die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands der Nachrichtenagentur AFP.

Besonders die klassischen Anzeichen einer Erkältung seien einer britischen „Zoe Covid Studie“ zufolge häufig aufgefallen. Das wiederum lässt natürlich gerade in der eigentlichen Grippe-Hochzeit befürchten, dass so mancher Fall gar nicht erst als Corona-Infektion wahrgenommen wird.

Typische Symptome von Delta und anderen Mutationen seltener zu finden

Die bisher bekannten Symptome wie Husten, Fieber, Atembeschwerden oder der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn, die von Sars-CoV-2 bis hin zu Delta als symptomatisch galten, scheint Omikron deutlich seltener hervorzurufen. Zudem stellte bereits vor einigen Tagen der Londoner Hausarzt David Lloyd fest, dass 15 Prozent der von der neuen Variante befallenen Kinder auch unter ungewöhnlichem Hautausschlag gelitten hätten, wie er Sky News verriet. Ohnehin befiel Omikron die Jüngsten besonders häufig, was jedoch auch auf den in ihren Körpern noch nicht vorhandenen Immunschutz zurückzuführen sein könnte.

Es bedarf also noch einiger Aufklärungsarbeit, um Omikrons Geheimnisse zu lüften. Ein vielversprechender Anfang ist gemacht. Ob die bisherigen Erkenntnisse die Arbeit von Medizinern und anderen Experten entscheidend erleichtern, wird sich aber noch zeigen müssen. (mg)

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