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Omikron: Israel geht nächsten Schritt und ist Deutschland erneut weit voraus

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Coronavirus - Israel
Autos stehen vor einem Corona-Testzentrum Schlange. Die israelische Regierung genehmigte neben einem vierten Booster-Impfstoff auch den antiviralen Arzneistoff Molnupiravir von Merck & Co.. © Nir Alon/dpa

Dänemark meldet Inzidenz über 2.000. Trotz Omikron-Variante und Rekordzahlen lockert Frankreich seine Quarantäne-Regeln. Der Omikron-News-Ticker.

Update vom 3. Januar, 17.19 Uhr: Die Omikron-Variante des Coronavirus dominiert nun in Deutschlands Nachbarland Österreich. Zum Jahresende wurden mehr Omikron- als Delta-Fälle gezählt, wie aus aktualisierten Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit vom Montag hervorgeht. In der letzten Kalenderwoche 2021 wurden demnach 4360 Omikron-Fälle nachgewiesen und 2915 Delta-Fälle. Für die Kalenderwoche 52 seien aber noch Nachmeldungen zu erwarten, betonte die Agentur. Zudem handle es sich bei den Sequenzierungen vor allem außerhalb der Hauptstadt Wien nur um Stichproben. Insgesamt nahm die Zahl der Neuinfektionen in Österreich zuletzt wieder deutlich zu: Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte binnen weniger Tage von 170 auf rund 260 Fälle pro 100 000 Einwohner

Israel geht nächsten Schritt im Kampf gegen Omikron

Update vom 3. Januar, 15.21 Uhr: Israel hat am Montag mit der Verabreichung einer vierten Corona-Impfdosis an alle Einwohner über 60 Jahren begonnen. Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hatte Ministerpräsident Naftali Bennett am Vorabend bekannt gegeben, dass ab sofort alle über 60-Jährigen sowie das gesamte medizinische Personal Anspruch auf eine vierte Impfdosis haben, sofern die dritte Impfung mehr als vier Monate zurückliegt. Israel hatte schon im Juli und somit früher als alle anderen mit seiner Booster-Kampagne begonnen, nun sind sie also auch bei der vierten Impfung die Ersten.

Israel hofft, mit der vierten Impfdosis die Auswirkungen der Omikron-Welle begrenzen zu können. „Die Omikron-Welle ist hier und wir müssen uns schützen“, sagte Bennett. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel stieg bis Montag binnen 24 Stunden um 50 Prozent.

Omikron: Lauterbach in Sorge um Ungeimpfte - eine Aussage dürfte diesen Hoffnung machen

Update vom 3. Januar, 11.00 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist wegen der Omikron-Welle in der Pandemie „sehr, sehr in Sorge“ um die Ungeimpften. Er appellierte in der Bild am Sonntag noch einmal an die Menschen, sich gegen Corona impfen zu lassen. „Viele Ungeimpfte haben das Gefühl, dass der Zug für sie eh abgefahren sei. Das stimmt nicht!“ Die erste Impfung senke das Sterberisiko bereits nach 14 Tage drastisch. „Mit der Steigerung der Erstimpfungen können wir in der Omikron-Welle die Zahl der Corona-Toten wirksam senken“, sagte er.

Studien zeigten, dass sich Omikron wesentlich schneller verbreite als die Delta-Variante des Virus, aber dass Omikron auch etwas weniger schwere Fälle verursache. „Das ist aber keine Entwarnung für ältere Ungeimpfte“, sagte Lauterbach.

Omikron: Frankreich lockert Quarantäne-Regeln trotz neuer Rekord-Zahlen

Update vom 2. Januar, 13.32 Uhr: Frankreich will Quarantäne-Regeln für Geimpfte verkürzen. Trotz neuer Corona-Höchststände (siehe unten Erstmeldung). Unabhängig von der Variante müssen sich vollständig Geimpfte generell für sieben Tage isolieren, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran in einem Interview mit der Sonntagszeitung Journal du Dimanche an. Sie können sich aber bereits nach fünf Tagen durch einen negativen Antigen- oder PCR-Test freitesten.

Die Quarantäne für Kontaktpersonen, die vollständig geimpft sind, wird aufgehoben. Véran betonte allerdings, dass Betroffene weiterhin Distanzregeln einhalten und sich „regelmäßig“ testen müssten.

Die Lockerung und Harmonisierung der Regeln solle „der extrem schnellen Entwicklung der Verbreitung der Omikron-Variante in Frankreich Rechnung zu tragen“, erklärte das Gesundheitsministerium. Es soll „eine Nutzen-Risiko-Abwägung“ ermöglichen, die darauf abzielt, das Infektionsgeschehen „unter Kontrolle“ zu halten und gleichzeitig das soziale und wirtschaftliche Leben „aufrechtzuerhalten“.

Omikron: England führt Masken in Schulklassen wieder ein

Update vom 2. Januar, 9.58 Uhr: Wegen der rasanten Ausbreitung der Corona-Variante Omikron sollen ältere Schüler in England im Klassenzimmer wieder Maske tragen. Die vorläufige Empfehlung gilt für Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse an. Bisher war England das einzige der vier britischen Länder, in dem keine Maskenpflicht für Schüler in den Klassenzimmern empfohlen wurde. Lehrer müssen sie nach der neuen Richtlinie nicht tragen, berichtet BBC. Nach den Weihnachtsferien werden Schüler gebeten sich vor dem Unterricht auf Corona testen zu lassen. Die Sorge wächst, dass wegen Omikron zu viele Lehrkräfte ausfallen und anstehende Prüfungen abgesagt werden müssen.

Omikron: Erstes Land Europa mit Inzidenz über 2.000

Update vom 2. Januar, 8.28 Uhr: Die Omikron-Welle trifft Europa mit voller Wucht. Die neue Coronavirus-Variante pulverisiert bisherige Höchstwerte bei den Infektionszahlen: An der Spitze liegt aktuell Dänemark mit einer 7-Tage-Inzidenz von 2045, dahinter Zypern mit 1.969 und Irland mit 1.964. Für Deutschland gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell einen Wert von 222,7 an. Allerdings geht das RKI derzeit von einer deutlichen Untererfassung der Corona-Infektionen aus.

Land7-Tage-Inzidenz
Dänemark2.045
Zypern1.969
Irland1.964
Deutschland222,7

Omikron: Frankreich verzeichnet Rekord-Zahlen - und verschärft erneut Corona-Maßnahmen

In Frankreich explodieren die Infektionszahlen. Menschen tragen in Paris am Eiffelturm (Foto) OP-Masken.
In Frankreich explodieren die Infektionszahlen. Menschen tragen in Paris am Eiffelturm (Foto) OP-Masken. © Michel Euler/dpa

Erstmeldung vom 1. Januar 2022

Paris - In vielen Ländern gibt es durch die hochansteckende Omikron-Variante täglich neue Ansteckungsrekorde. Während Großbritannien verkündete, vorerst trotzdem keine neuen Maßnahmen einführen zu wollen, geht Frankreich den anderen Weg.

Das Land verzeichnet bei den Corona-Ansteckungen derzeit Rekordzahlen. Am Freitag wurden 232.200 neue Fälle verzeichnet. Staatschef Emmanuel Macron warnte in seiner am Freitag ausgestrahlten Neujahrsansprache mit Blick auf die Pandemie, die kommenden Wochen würden „schwierig“. Es gebe wegen der Corona-Impfungen aber auch „echte Gründe zu hoffen“.

Omikron: Frankreich verschärft die Maßnahmen weiter - auch Kinder müssen Maske tragen

Weil Hoffnung aber nicht ausreicht, hat Frankreich nun erneut die geltenden Maßnahmen verschärft. Ab Montag (03.01.2020) gilt so nun auch für Kinder ab sechs Jahren in öffentlichen Verkehrsmitteln und in der Gastronomie die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske, wie die Behörden an Neujahr mitteilten. Die Bordgastronomie in Zügen muss zudem schließen und in Bars und Restaurants müssen alle Gäste einen Sitzplatz haben.

Bislang waren Kinder unter elf Jahren von der Maskenpflicht befreit. „Auf Langstreckenfahrten wird diese Maßnahme mit Bedacht angewendet werden, insbesondere für kleine Kinder und um die Möglichkeit zu geben, den Durst zu löschen“, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums zu den verschärften Regeln.

Corona in Frankreich: Gesetzentwurf zur Verschärfung für Ungeimpfte

Am Montag (03. Januar) steht im Abgeordnetenhaus in Paris ein Gesetzentwurf zur Verschärfung der Regeln für Ungeimpfte zur Abstimmung. Die Annahme gilt als sicher. Voraussichtlich ab dem 15. Januar gilt demnach für Menschen über zwölf Jahren für diverse Freizeitaktivitäten und für den Zugang zu Restaurants, Bars, Messen und überregionalen öffentlichen Verkehrsmittel eine Corona-Impfpflicht. Ein negativer Test reicht dann nicht mehr aus. (afp/jh)

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