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Die Absturzstelle von Flug MH17.

Auch vier Deutsche dabei

23 Opfer des MH17-Absturzes identifiziert

Amsterdam - Gerichtsmediziner haben in den Niederlanden bislang 23 der 298 Opfer des MH17-Crashs in der Ostukraine identifiziert. Das Aussetzen der Waffenruhe an der Absturzstelle sorgt derweil für Ärger.

Auch die sterblichen Überreste einer von vier Personen aus Deutschland, die bei dem mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Passagiermaschine am 17. Juli umkamen, seien zugeordnet worden. Die Angehörigen wurden inzwischen informiert, teilte das Justizministerium in Den Haag am Freitag mit.

Die Identifizierung der Opfer gestalte sich oft schwierig, sagte der Koordinator der forensischen Untersuchungen, Aire de Bruijn, Reportern. Insgesamt seien dem internationalen Team von Spezialisten, das damit in der Kaserne „Korporaal van Oudheusden“ in Hilversum bei Amsterdam beschäftigt sei, 176 Leichen sowie 527 Leichenteile übergeben worden.

„Sobald wir hundertprozentig von einer Identität oder der Zugehörigkeit persönlicher Gegenstände überzeugt sind, informieren wir die Angehörigen“, sagte De Bruijn. Die zentralen Untersuchungen zum MH17-Absturz laufen in den Niederlanden, weil die meisten Toten Niederländer waren.

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Ob jemals alle Opfer identifiziert werden können, gilt als ungewiss. Nach erneuten Kämpfen wurden die Bergungsarbeiten im Absturzgebiet am vergangenen Mittwoch bis auf weiteres abgebrochen. 142 daran beteiligte internationale Experten sind am Freitag in den Niederlanden eingetroffen.

Donnerstagabend waren mit einem Transportflugzeug zehn Kisten mit persönlichen Gegenständen von Opfern in die Niederlande gebracht worden - neben Koffern auch Schmuck, Kameras, Reisepässe, Terminkalender, Fotos und Spielzeug.

Russland wirft Ukraine Verstoß gegen UN-Resolution vor

Russland hat die Aufhebung der Waffenruhe am Trümmerfeld des malaysischen Passagierflugzeugs als Verstoß gegen eine UN-Resolution kritisiert. Die Entscheidung der ukrainischen Regierung sei ein „Alarmsignal“, teilte das Außenministerium in Moskau am Freitag mit. Die Resolution 2166 verlange, schnell die Kämpfe rund um die Absturzstelle einzustellen, hieß es weiter.

Die Regierung in Kiew hatte das Ende der Waffenruhe damit begründet, die internationalen Experten in der Ostukraine zu schützen. Im von prorussischen Separatisten gehaltenen Donezk wurde derweil weiter gekämpft. Der Stadtrat sprach am Abend von Explosionen am Flughafen.

dpa

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