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Orkan fegt über Deutschland: Feuerwehr ruft Ausnahmezustand für Großstadt aus - Mann tot, Baum trifft Frau

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Von: Christina Denk, Jennifer Lanzinger

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Am Wochenende tobte das Tief „Nadia“ über Deutschland. Ein Mann starb durch ein Wahlplakat, die Rot-Warnung gilt weiterhin. Der News-Ticker.

Update vom 30. Januar, 22.30 Uhr: Die Folgen des Unwetters sind in Teilen Deutschlands noch immer zu spüren, doch die Wetterlage hat sich derweil wieder entspannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist keine weiteren Unwetterwarnungen aus. In der Nacht zum Montag kann es noch vereinzelt zu Sturmböen an der Nordseeküste und im Bergland kommen. Tagsüber können schwere Sturmböen lediglich in hohen Gipfellagen nicht ausgeschlossen werden, so der DWD.

Update vom 30. Januar, 17.00 Uhr: Auch in den östlichen Nachbarländern von Deutschland richtet der Sturm „Nadia“ schwere Schäden an: In Polen und Tschechien forderte das Unwetter je ein Todesopfer. Ein 27-Jähriger starb am Sonntag in der nordpolnischen Woiwodschaft Pommern, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Bei dem Unfall wurde ein weiterer Mensch verletzt.

In Tschechien stürzte nahe Prag eine fünf Meter hohe Mauer in einem Industriegebiet durch den Wind ein und verschüttete zwei Arbeiter. Einer von ihnen starb vor Ort, der andere wurde mit Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm Ermittlungen zu dem Unfall in der Gemeinde Velke Pritocno westlich der Hauptstadt auf.

Update vom 30. Januar, 16.40 Uhr: Sturmtief „Nadia“ richtete in weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands Schäden an und hält die Einsatzkräfte in Atem. Besonders stark wehte der Wind auf den Nordfriesischen Inseln: Auf der Hallig Hooge wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 127 km/h gemessen, wie der Deutschen Wetterdienst am Sonntag mitteilte. Auf der ostfriesischen Insel Langeoog lösten Sturmfluten schwere Schäden aus: Wie die Bild-Zeitung berichtet, wurde der Strand mehrere hundert Meter weit aufgezehrt. An den Dünen vor dem Pirolatal, hinter denen das Trinkwasser der Insel gewonnen wird, gab es deshalb erste Abbrüche.

Update vom 30. Januar, 12.55 Uhr: Auch nach Sturmtief „Nadia“ bleibt das Wetter in Deutschland laut DWD die kommenden Tage brisant, vor allem im Süden. In den Alpen könne es eine Kombination aus Schneefällen und Sturmböen geben und bis Mittwoch bis zu einem Meter Schnee. Starke Schneeverwehungen drohen. Für den Rest des Landes gilt den Meteorologen zufolge: Es wird grau, windig, nass und vereinzelt fällt Schnee auch bis in die tiefen Lagen.

Sturmtief „Nadia“: Fußgänger von Baum getroffen

Update vom 30. Januar, 10.41 Uhr: Ein Fußgänger ist während des schweren Sturms „Nadia“ von einem umstürzenden Baum im Bremer Bürgerpark getroffen und schwer verletzt worden. Nachdem er von einem Notarzt versorgt wurde, kam er in ein Krankenhaus.

Zwischen dem Samstagnachmittag und Sonntagvormittag musste die Bremer Feuerwehr insgesamt zu 38 unwetterbedingten Einsätzen ausrücken.

Sturmtief „Nadia" im Januar 2022: Die Gischt der aufgepeitschten Nordsee überflutet den Fähranleger Dagebüll.
Sturmtief „Nadia“ peitscht die Nordsee auf. © Bodo Marks/dpa

Update vom 30. Januar, 10.34 Uhr: Auch im benachbarten Österreich hat Tief „Nadia“ Schäden angerichtet. Vor allem über die oberösterreichischen Bezirken Steyr-Land, Grieskirchen und Schärding sind in der Nacht Stürme hinweggefegt und haben Stromausfälle verursacht. Das berichtet der ORF.

Sturmtief „Nadia“: Feuerwehr Berlin ruft Ausnahmezustand aus

Update vom 30. Januar, 9.59 Uhr: Sturmtief „Nadia“ hat in Brandenburg ein Todesopfer gefordert (siehe heutiges Update von 7.31 Uhr). Wenig später rief die Berliner Feuerwehr nun unter anderem auf Twitter den Ausnahmezustand aus. Neben dem wichtigsten Ratschlag, möglichst zu Hause zu bleiben, warnen die Fachkräfte auch: „Sollten Sie im Freien überrascht werden, gehen Sie in Hockstellung.“

Wie die Berliner Zeitung (B.Z.) berichtet, mussten die Berliner Einsatzkräfte wegen des Unwetters in der Nacht auf Sonntag etwa 250 Mal ausrücken. Auch in Brandenburg war die Feuerwehr die ganze Nacht im Einsatz.

Sturmtief macht 300 Einsätze in Großstadt nötig – DWD-Warnlage gilt bis Sonntag

Update vom 30. Januar, 8.41 Uhr: Die Feuerwehr-Nachrichten vom Sonntagmorgen sind nicht gut: Allein in Hamburg hat es bislang rund 300 Unwetter-Einsätze gegeben. Grund ist das Sturmtief Nadia (siehe vorheriges Update). Es verursachte in Norddeutschland umgestürzte Bäume, lose Dachziegel und umgekippte Baustellenabsperrungen.

Wie sieht es in anderen Bundesländern aus? Da lagen laut dpa zu dem Zeitpunkt noch keine genaue Zahlen vor. Die Feuerwehr in Bremen aber zum Beispiel war in der Nacht mehr als 40 Mal im Einsatz. Einsatzkräfte der Feuerwehr räumen einen umgestürzten Baum auf der Bundesstraße B 208 weg.

Deutschland-Wetter: Sturmtief „Nadia“ verursacht Unfall auf der Nordsee

Im Hamburger Hafen fuhr sich ein Binnenschiff unter einer Brücke fest. Das Schiff sei beim Durchfahren mit dem Steuerhaus an der Freihafenelbbrücke hängengeblieben und habe sich verklemmt, sagte ein Polizeisprecher. Verletzte gab es ersten Erkenntnissen zufolge nicht. An Bord des Schiffes befanden sich demnach zwei Menschen. Die Unfallursache war zunächst unklar. Es sei möglich, dass sich der Kapitän wegen des steigenden Wasserstandes der Elbe verschätzt habe.

Die Warnlage soll laut DWD an der gesamten norddeutschen Küste bis Sonntagvormittag andauern. Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) war es in der Nacht zum Sonntag zudem an der gesamten Nordseeküste zu einer Sturmflut gekommen - im Hamburger Elbgebiet sogar zu einer schweren Sturmflut.

Sturmtief Nadia:  Einsatzkräfte der Feuerwehr räumen Ende Januar 2022 einen umgestürzten Baum auf der Bundesstraße B 208 weg.
Aufräumarbeiten nach dem Sturmtief „Nadia“. © Jens Büttner/dpa

Orkan trifft Deutschland: Mann stirbt durch Wahlplakat - Rote Unwetterwarnungen gelten weiter

Update vom 30. Januar, 7.31 Uhr: Eine stürmische Nacht liegt hinter Deutschland. Orkanartige Böen trafen vor allem den Norden des Landes. Doch ein Blick auf die Warnkarte zeigt: Die Wetterlage hält vorerst an. Auch am heutigen Sonntag warnt der DWD vor heftigem Sturm- und teils orkanartigen Böen. Erneut sind vor allem der Norden sowie der Osten Deutschlands betroffen.

Die rote Unwetterwarnung (Stufe 3 von 4) vor orkanartigen Böen gilt vorerst nur für den Vormittag. Stürmisch soll es jedoch den ganzen Sonntag über bleiben. In Brandenburg ist ein Mensch wegen des Unwetters gestorben. Am Samstagabend traf den jungen Mann ein Wahlplakat am Kopf. Reanimierungsversuche durch Notarzt und Sanitäter an Unfallstelle blieben erfolglos. Er erlag den Verletzungen.

Update vom 29. Januar, 21.59 Uhr: Sturmschäden haben zu massiven Beeinträchtigungen im Bahnverkehr geführt. Wie ein Bahnsprecher sagte, war der Fernverkehr im Norden für 50 Minuten komplett unterbrochen, wurde aber mittlerweile wieder aufgenommen. Noch immer müssen Reisende im Regional- und Fernverkehr in den betroffenen Landesteilen mit Einschränkungen rechnen.

Die zweithöchste Unwetterwarnstufe, Rot, gilt um 22 Uhr für mehr als 40 Landkreise an der Küste und im Landesinneren in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die WarnApp KATWARN informiert über die Gefahrenlage in den Landkreisen vor Ort.

Ein Positionslicht ist bei Sturm und Einbruch der Dunkelheit am Fähranleger zu sehen.
Sturm Nadia in Schleswig-Holstein, Dagebüll: Ein Positionslicht ist bei Sturm und Einbruch der Dunkelheit am Fähranleger zu sehen. © Bodo Mark/ dpa

Wetter in Deutschland: Sturmflutwarnung für Hamburg deutlich verschärft

Update vom 29. Januar, 21.33 Uhr: Verschärfung der Sturmflutwarnung: Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) besteht nun die Gefahr einer schweren Sturmflut. Die Wasserstände im Hamburger Elbgebiet könnten demnach 2,5 bis 3 Meter höher sein als das mittlere Hochwasser. Der Scheitelpunkt soll am Sonntagmorgen gegen 1.50 Uhr erreicht werden. Zuvor hatte das BSH nur mit Wasserständen von 2 bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser an der Hamburger Elbe gerechnet. Auch für Ost- und Nordfriesland bestehe den Angaben nach eine Warnung vor einer schweren Sturmflut.

Orkan in Deutschland: Spitzenwerte von Windgeschwindigkeiten auf dem Brocken und in Kiel

Update vom 29. Januar, 20.39 Uhr: In einigen Gegenden Deutschlands sind bereits Spitzenwerte bei den Windgeschwindigkeiten erreicht worden. Der Deutsche Wetterdienst meldet für den Brocken Windgeschwindigkeiten von 132km/h, in Kiel 123 km/h, auf Spiekeroog 116km/h und in Hallig Hooge 112 km/h. Und noch ist kein Ende in Sicht: Der Hamburger Sturmflutdienst warnt weiter vor einer schweren Sturmflut in der Nacht zum Sonntag. Wie die Bahn via Twitter mitteilte, sind Fernverkehrsverbindungen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen vorübergehend eingestellt. An der Nordsee sind zahlreiche Fährverbindungen unterbrochen worden.

Sturm „Malik“ sind in Großbritannien bereits zwei Menschen zum Opfer gefallen: Ein neunjähriger Junge wurde am Samstag im mittelenglischen Dorf Winnothdale getötet, als ein Baum auf ihn stürzte, in Aberdeen (Schottland) wurde eine 60-jährige Frau von einem herabstürzenden Baum erschlagen.

Update vom 29. Januar, 17.26 Uhr: Umgestürzte Bäume, lose Dachziegel und umgekippte Baustellenabsperrungen: Polizei und Feuerwehr sind in Schleswig-Holstein am Samstagnachmittag bereits zu über 250 Einsätzen gerufen worden. „Wir haben total Land unter wegen des Sturms“, sagte ein Sprecher der Leitstelle Mitte um Kiel, Neumünster und Rensburg. Auch der Bahnverkehr ist bereits betroffen: Wegen umgestürzter Bäume kommt es unter anderem auf der Strecke Hamburg und Kiel zu Behinderungen.

Den Höhepunkt des Sturms erwartet der Deutsche Wetterdienst für die Nacht auf Sonntag. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sprach zudem Sturmflutwarnungen aus.

Auf Orkanböen in Norddeutschland folgt das nächste Wetterchaos

Update vom 29. Januar, 15.18 Uhr: Viele Gebiete in Norddeutschland erwartet aktuell noch der Höhepunkt der Orkanböen, doch Meteorologen sehen schon das nächste Wetterchaos auf Deutschland zurollen. „In der Nacht zum Montag und am Montag droht dann neues Ungemach“, so ein DWD-Meteorologe am Samstag in Offenbach. Ein Tief sorge für Regen und Schnee oberhalb von 200 bis 400 Metern im ganzen Land. Dazu wehe vor allem im Westen und Südwesten stürmischer Wind. Das wechselhafte und sehr windige Wetter ändere sich auch in den kommenden Tagen nicht. Immer wieder muss laut DWD auch mit Regenschauern gerechnet werden. Im Osten und Südosten schneie es dazu teilweise bis ins Flachland.

Orkanwarnung in Deutschland: Welche Gebiete müssen sich auf Sturm oder Fluten einstellen?

Der Höhepunkt des bevorstehenden Sturms wird in der kommenden Nacht zum Sonntag erwartet. Doch wo droht, wann was? Am Samstagabend legt sich ein Höhenorkan über den Norden und Osten, schreibt The Weather Channel. Die Orkanwinde treten dabei nur in Schauernähe auf, denn hier kann der Höhenwind entlang dieser Schauer bis zum Boden vorstoßen. Das heißt zwar, dass die Orkanböen lokal begrenzt sind, aber auch, dass es in Schauernähe extrem gefährlich wird, so das Wetterportal. Betroffen können Städte von Kiel über Lübeck und Hamburg bis nach Schwerin, Rostock, Potsdam und Berlin sein. Allgemein, wie auch die Karte des DWD zeigt, sind die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg betroffen, sowie Teile Niedersachsens, Sachsen-Anhalts und Sachsens.

An der Nordseeküste soll es ab Samstagabend zudem zwei Sturmfluten geben (siehe auch Update, 13.21 Uhr). An der Ostsee ist mit einer Flut zu rechnen. Doch auch hier gibt The Weather Channel an, dass es nicht zu schweren Sturmfluten kommen wird. Dennoch sollte man sich besonders in hochwassergefährdeten Gebieten vom Wasser fern halten. Auch Autos sollten soweit möglich aus dem Gefahrenbereich entfernt werden.

Orkan steuert auf Deutschland zu: Hamburg und der Ostsee drohen Sturmfluten

Update vom 29. Januar, 13.21 Uhr: Nach den Sturmwarnungen des DWD gibt es nun auch Mitteilungen zu Sturmfluten. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte im Hamburger Elbgebiet vor einer Sturmflut. Die Wasserstände könnten bis zu 2,5 Meter höher sein als das mittlere Hochwasser. Der Scheitelpunkt soll in der Nacht zum Sonntag erreicht werden, wie ein Sprecher am Samstagmorgen sagte. Auch für Nordfriesland und an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern bestünden am Wochenende Sturmflutwarnungen. Im Laufe des Sonntags werde sich die Sturmlage an der Küste zumeist wieder beruhigen, teilte der DWD mit.

Wegen der Sturmwarnung für Mecklenburg-Vorpommern fallen zudem mehrere Fähren auf der Ostsee zwischen Rostock und Gedser auf der dänischen Insel Falster aus. Wie die Reederei Scandlines mitteilte, seien Verbindungen ab Samstag um 15.45 Uhr bis Sonntag um 9.00 Uhr betroffen. Der reguläre Fahrplan solle am Sonntag mit den Fahrten jeweils ab Rostock und Gedser um 11.15 Uhr wieder aufgenommen werden.

Orkan steuert auf Deutschland zu: DWD erweitert Warnungen auf Nordosten

Update vom 29. Januar, 10.33 Uhr: Der Samstag und auch der Anfang des Sonntags können gebietsweise sehr stürmisch werden. Der DWD kündigte Windstärken bis 12 im Norden Deutschlands an. (siehe Update vom 29. Januar, 8.35 Uhr). „Am Samstag erreicht uns Sturmtief Nadia. Anfangs fällt im Norden und Osten Regen und Richtung Oder und Lausitz auch noch Schnee. Der Wind nimmt vor allem an der Küste und auf den Bergen stark zu“, sagte Meteorologe Jürgen Schmidt von WetterKontor am Freitag zu Bild.

Doch nicht nur die Küste muss mit Sturmböen rechnen. „Auch Berlin bekommt starke Böen von 80 bis 90 Kilometern pro Stunde ab“, so Klimatologe Dr. Karsten Brandt bei Bild. Der Deutsche Wetterdienst hat die Warnstufe Rot mittlerweile in den Nordosten ausgedehnt. Nun gilt die Warnung neben der Küste für fast ganz Mecklenburg-Vorpommern und den Norden Brandenburgs. Der DWD hatte zuvor gemeldet, dass es vor allem an der Ostseeküste auch einzelne Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde geben könne. Sturmtief „Nadia kommt jetzt in Fahrt. Achtung Lebensgefahr in den Wäldern in Ostdeutschland“, warnte daher Karsten Brandt.

Die Wetterkarte des DWD zeigt die Warnungen am 29. Januar, 10.26 Uhr:

Der DWD hat die rote Warnstufe ausgeweitet.
Der DWD hat die rote Warnstufe ausgeweitet. © Screenshot DWD

Vorsorglich schickt die Harzer Schmalspurbahn auch keine Züge mehr auf den Brocken. Zudem entfielen am Freitag Zugfahrten von Wernigerode nach Drei Annen Hohne und zurück, weil auf der Strecke ein Baum samt Wurzelscheibe umgestürzt ist, wie das Unternehmen in Wernigerode mitteilte, so dpa.

Orkan steuert auf Deutschland zu: Warnstufe Rot für die komplette Nordküste

Update vom 29. Januar, 8.35 Uhr: Der DWD hat für Samstag für die komplette Nordküste Deutschlands Alarmstufe Rot ausgerufen. Die zweithöchste Stufe bedeutet Unwetterwarnungen.  Von Samstag, 14.00 Uhr, bis voraussichtlich Sonntag, 10.00 Uhr, können in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde auftreten, teilte der DWD am Freitag mit.

Während der Wind den Tag über auffrischt, kann es vor allem gegen Abend sehr stürmisch werden. In der Nacht zum Sonntag im Nordosten weitere Windzunahme, dort verbreitet schwere Sturmböen mit einer Windstärke 10. von Schleswig-Holstein bis in die Uckermark ab der zweiten Nachthälfte orkanartige Böen (Windstärke 11) und an der See sowie auf dem Brocken und Fichtelberg Orkanböen mit Windstärke 12, meldet der DWD. Für den Rest Deutschlands ist markantes Wetter angesagt. Vor allem im Südosten herrschen leichte Wetterwarnungen der Stufe 1.

Die Wetterkarte des DWD zeigt die Warnungen am 29. Januar, 8.29 Uhr:

Der DWD warnt vor Orkanböen bis Windstufe 12 im Norden Deutschlands. Die Karte zeigt die betroffenen Gebiete.
Der DWD warnt vor Orkanböen bis Windstufe 12 im Norden Deutschlands. Die Karte zeigt die betroffenen Gebiete. © Screenshot DWD

Orkan steuert auf Deutschland zu - DWD gibt für einige Regionen zweithöchste Warnstufe heraus

Update vom 28. Januar, 19.55 Uhr: Angesichts des nahenden Orkans hat der Deutsche Wetterdienst für Teile Deutschlands die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Unwetterwarnungen gibt es für die gesamte norddeutsche Küste, den Brocken und das Fichtelgebirge.

Ab Samstagmittag können in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde auftreten, teilte der DWD am Freitag mit. Vor allem an der Ostseeküste könne es auch einzelne Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde geben. Das entspricht Windstärke 12.

Schwere Sturmböen sind demnach auch in den Hochlagen der Alpen möglich, „nur“ Sturmböen im Erzgebirge und im Harz. Diese können sich ab dem Nachmittag auch weitere Teilen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins ausbreiten. Im südöstlichen Alpenraum warnt der Wetterdienst vor starkem Schneefall oberhalb von 800 Metern.

Nach Skandinavien-Tief: Orkan steuert auf Deutschland zu - DWD mit eindringlicher Warnung für mehrere Regionen

Erstmeldung vom 28. Januar

Offenbach - Vom Frühling fehlt in Deutschland aktuell noch jede Spur, stattdessen legt das Winter-Wetter noch einmal ordentlich zu. Während ein Skandinavien-Tief bereits unter der Woche in gleich zwei Regionen für viel Schnee gesorgt hat, steuert am Wochenende ein Orkan auf Deutschland zu. Der Deutsche Wetterdienst warnt, der Wind wird in den kommenden Tagen stetig zunehmen.

Nach Skandinavien-Tief: Orkan steuert auf Deutschland zu - DWD mit eindringlicher Warnung für mehrere Regionen

Der für das Wochenende vorhergesagte Sturm trifft nach Angaben des DWD voraussichtlich in der Nacht zum Sonntag auf Deutschland. Vor allem an der Nord- und Ostsee sowie auf den Gipfeln der nördlichen Mittelgebirge kann er Orkanstärke mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde erreichen. „Das wird das große Thema in den nächsten Tagen“, erklärte ein DWD-Meteorologe am Freitag.

Die ersten Vorboten des Sturmtiefs ziehen bereits im Laufe des Samstags über die Küste hinweg südostwärts. Entsprechend nimmt der Wind bis weit ins Binnenland hinein stetig zu. Dort erwartet der DWD Windstärke 11 mit Geschwindigkeiten von 80 bis 110 Kilometer pro Stunde. Über den rund 1140 Meter hohen Brocken im Harz fegt der Orkan den Angaben zufolge sogar mit 130 bis 140 Kilometern pro Stunde.

Für Samstag warnt der DWD auf seiner Homepage: „Nachmittags und abends im Norden und Osten sowie in den mittleren Landesteilen stürmische Böen, Richtung Küste Sturmböen. An den Küsten Sturm- und schwere Sturmböen, ebenso in den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen. Auf dem Brocken Orkanböen“. Für Sonntag spricht der DWD sogar von einer vorübergehenden Verschärfung der Sturmlage: „In der Nacht zum Sonntag im Nordosten und Osten vorübergehende Verschärfung der Sturmlage, dann an den Küsten auch orkanartige Böen wahrscheinlich, im östlichen Binnenland (etwa entlang und nordöstlich der Elbe) nicht ausgeschlossen (Unwetter). Auch im Südosten in den Niederungen dann häufiger stürmische Böen. Auf vielen Berggipfeln schwere Sturm- bis Orkanböen.“

Stürmisches Wetter fegt am Wochenende über Deutschland hinweg - Entwarnung nach Sturmflut-Ankündigung

Bis voraussichtlich Montag soll das stürmische Wetter anhalten. Doch damit nicht genug, bringt das Tief am Samstag auch immer wieder Regen, Schnee und auch Graupel mit sich. Nach Höchstwerten von etwa elf Grad am Samstag gehen die Temperaturen am Sonntag etwas zurück.

Die für Donnerstag angekündigte Sturmflut an der deutschen Nordseeküste ist Warnungen zum Trotz im Rahmen geblieben. Eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) teilte mit, dass die Höchststände teilweise „durchaus auch etwas geringer“ ausfielen als vorhergesagt. Auf dem Hamburger Fischmarkt, der bei ähnlichen Lagen häufiger überschwemmt wird, sei das Wasser nur etwas übergeschwappt, berichteten Passanten.

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