Otis findet sich in New York kaum noch zurecht

Er saß 44 Jahre in Haft - und traut danach seinen Augen nicht

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New York - Otis Johnson versteht die Welt nicht mehr: 44 Jahre lang saß der heute 69-Jährige im Gefängnis. Jetzt ist er wieder frei - und findet sich in New York kaum noch zurecht.  

Wenn Otis Johnson etwas entdeckt, was er noch kennt, freut er sich. Zum Beispiel, als ihm ein Glas Erdnussbutter im Supermarktregal auffällt. "Sieht aus wie 1960", sagt er. Verwunderung ruft dagegen der Mix aus Erdnussbutter und Marmelade hervor. Das gab es vor knapp einem halben Jahrhundert noch nicht.

Der Sender Al Jazeera hat Otis Johnson bei seinem Streifzug durch das alte und für ihn doch völlig neue New York begleitet. Am Times Square staunt er über die schrillen, blinkenden Reklametafeln und über die Menschen, die ständig Stöpsel im Ohr haben. Die Welt hat sich weitergedreht in den 44 Jahren, in denen er wegen versuchten Mordes an einem Polizisten im Knast war, für Johnson war sie stehen geblieben. Nun muss er sich neu orientieren.

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