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Das Ozonloch über der Antarktis, aufgenommen am 2. Oktober 2015.

Forscher

Ozonloch hat zweitgrößte Ausdehnung seit Messbeginn

Köln - Das Ozonloch über der Antarktis ist nach jüngsten Daten so groß wie seit neun Jahren nicht mehr. Das teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit.

Das Ozonloch sei derzeit um etwa 2,5 Millionen Quadratkilometer größer als zum selben Zeitpunkt 2014, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Freitag in Köln mit. Mit einer derzeitigen Fläche von 26 Millionen Quadratkilometern sei es größer als Nordamerika. Das sei der zweitgrößte Wert seit dem Rekord von 2006 mit etwa 27 Millionen Quadratkilometern.

Die Ausdehnung des Ozonlochs schwankt während des Jahres. Es erreicht stets um diese Jahreszeit seine größte Fläche und erholt sich anschließend wieder mehr oder weniger.

Als mögliche Ursache für die Verschlechterung in diesem Jahr sehen die Forscher veränderte Luftströmungen in der Stratosphäre: Seit Ende August habe sich der polare Wirbel über der Antarktis derart stabilisiert, dass verstärkt Ozon abgebaut werde. Sie vermuten, dass der Klimawandel bei der Entstehung der stabilen Luftströmungen eine Rolle spielen könnte. Dies werde aber gerade weiter erforscht.

Zuletzt hatte sich das Ozonloch weitgehend stabilisiert, so dass Experten von einer allmählichen Erholung der Schicht ausgegangen waren. Die Ozonschicht in 10 bis 50 Kilometer Höhe schützt uns vor den UV-Strahlen der Sonne. Die inzwischen weitgehend verbotenen aber sehr langlebigen Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) tragen in dieser Höhe nach wie vor zum Abbau des Ozons bei.

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