Ozonschicht über Arktis erholt sich

Bremerhaven - Die Ozonwerte über dem Nordpolargebiet verbessern sich nach Forschermeinung ebenso wie die über der Antarktis. Hauptgrund ist das weltweite Verbot der ozonzerstörenden FCKW.

 „Wir gehen auch über der Arktis mittelfristig von einer Erholung aus“, sagte Gert König-Langlo, Meteorologe am Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Allerdings sei die Ozonschicht über der Arktis lange nicht so zerstört wie über der Antarktis.

„Das hängt damit zusammen, dass es in der Arktis wärmer ist“, sagte König-Langlo. Denn verantwortlich für die Zerstörung der Ozonschicht seien Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Diese könnten das Ozon insbesondere bei Licht und Kälte angreifen. Da die klimatischen Verhältnisse in der Arktis andere seien als in der Antarktis, falle die Reduktion der Ozonschicht über dem Nordpolargebiet geringer und räumlich begrenzter aus.

Das AWI hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sich das Ozonloch über der Antarktis nach neuesten Messungen schließt. Hauptgrund sei das weltweite Verbot der ozonzerstörenden FCKW.

Die Dichte der Ozonschicht über den Polen schwankt im Jahresverlauf. Über der Arktis erreicht sie stets im Frühjahr ihren geringsten Wert. Lange Zeit sanken die jährlichen Minimum-Werte. Besonders niedrig waren sie im Frühjahr 2011. Schuld daran waren Schadstoffe und ungewöhnlich kalte Temperaturen in höheren Luftschichten. Der Ozon-Abbau in der Atmosphäre ist gefährlich, da ohne die schützende Schicht mehr UV-Licht auf die Erde gelangt. Das kann zu Gesundheitsschäden wie Hautkrebs führen.

dpa

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