Paketbomber zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Freiburg - Ein gekränkter Mann aus Thüringen, der eine 49-jährige Frau mit einer Paketbombe schwer verletzt hat, muss jetzt hinter Gitter. Seinem Opfer wollte der Attentäter einen "Denkzettel" verpassen.

Das Landgericht Freiburg verurteilte den 42-Jährigen am Dienstag wegen schwerer Körperverletzung zu viereinhalb Jahren Gefängnis. Der Richter hielt ihm in der Urteilsbegründung das frühe Geständnis zu Gute, das seinem Opfer eine Aussage vor Gericht erspart hatte.

Der Mann hatte der Frau aus Baden-Württemberg im Februar ein Paket mit Sprengstoff geschickt, um ihr einen “Denkzettel“ zu verpassen. Der Frau waren bei dem Anschlag zwei Finger abgerissen worden.

Der arbeitslose Erfurter hatte die Frau im Internet kennengelernt. Nach längerem Chat-Kontakt brach die 49-Jährige den Kontakt schließlich ab und der gekränkte Mann entschloss sich zu der folgenschweren Tat. Um seine Spuren zu verwischen, war er bis ins bayerische Hof gefahren, um das Paket dort aufzugeben. Die schweren Verletzungen seines Opfers habe er billigend in Kauf genommen, hielt ihm der Richter vor.

Dem Paket hatte er Holzsplitter beigelegt, die bei der Explosion die Frau zusätzlich verletzten. An ihre Adresse in kam er, weil die Frau ihm beim Chatten ihre Telefonnummer verraten hatte. Der Angeklagte hatte dagegen seine Identität geheim gehalten.

dpa

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