Pakistan: Geiselnehmer lassen Dutzende Schulkinderwieder frei

Islamabad - Mehrere Dutzend Schulkinder sind am Montag im Nordwesten Pakistans nach mehreren Stunden in der Gewalt von mutmaßlichen muslimischen Extremisten wieder freigekommen.

Das teilte der pakistanische Präsident Pervez Musharraf bei einem Besuch in Großbritannien mit. Im Gegenzug war den Geiselnehmern freies Geleit in die halbautonomen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan zugesichert worden.  Die gesetzlosen Stammesgebiete gelten als Rückzugsgebiet von Anhängern des Terrornetzes El Kaida und der Taliban.

"Die Kinder sind freigelassen worden", sagte Musharraf bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Premierminister Gordon Brown in London. Die Täter hätten auf der Flucht vor der Polizei das Schulgebäude gestürmt und sich dort verschanzt. Die Geiselnehmer hatten in einem Nachbarbezirk zuvor einen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde entführt und wurden von der Polizei verfolgt. Dabei wurde einer der Täter erschossen. Die Polizei hatte das Gebäude im Dorf Domial nahe der Stadt Bannu in der Nordwest-Grenzprovinz nach der Geiselnahme umstellt.

In widersprüchlichen Berichten war zunächst von bis zu 300 festgehaltenen Kindern und Lehrern die Rede. Besorgte Eltern und Angehörige der Geiseln hatten sich vor der Schule versammelt, während muslimische Geistliche sich in die Verhandlungen mit den Geiselnehmern einschalteten.

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