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Palästinenser-Regierung will Angriffe auf Israel unterbinden

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- Gaza/Jerusalem - Die palästinensische Regierung will neue Angriffe militanter Palästinenser auf Israel verhindern. Die Sicherheitskräfte hätten dazu alle nötigen Maßnahmen ergriffen, sagte der neue Minister für Zivilangelegenheiten, Mohammed Dachlan, am Sonntag bei einem Besuch eines Übergangs aus Israel südlich der Stadt Gaza. Die Verantwortlichen für das jüngste Selbstmordattentat, bei dem in Tel Aviv fünf Israelis getötet worden waren, würden verhaftet.

Unterdessen wollte der jordanische Außenminister Hani Mulki bei seinem ersten Israel-Besuch seit vier Jahren am Montag Regierungschef Ariel Scharon treffen. Bei einem Gespräch mit seinem israelischen Amtskollegen Silwan Schalom hatte Mulki am Samstag die Freilassung von etwa 20 jordanischen Gefangenen gefordert. Zudem sprach er sich dafür aus, dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas mehr Zeit für den Kampf gegen Extremistengruppen zu geben. Die Reise Mulkis gilt als Zeichen verbesserter Beziehungen nach dem Nahost-Gipfeltreffen in Scharm el Scheich, wo Israelis und Palästinenser eine Waffenruhe erklärt hatten. Mulki setzt sich bei seinen Gesprächen für eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit jordanischer Beteiligung ein.

"Wir wollen eine wirkliche Zusammenarbeit mit Israel für die Sicherheit. Aber unabhängig von der Kooperation Israels hat sich die palästinensische Autonomiebehörde dazu verpflichtet, Angriffe auf Israel zu verhindern", sagte Dachlan am Sonntag. Israel rief er auf, den Alltag der Palästinenser mit einer Öffnung der Übergänge für Menschen und Waren umgehend zu erleichtern. Die Palästinenser müssten die Veränderungen selber spüren.

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