Tierischer Gerichtsstreit

Panik beim Tierarzt: Stadt haftet für Strauß

Dresden/Chemnitz - Eine Straußenhenne aus dem Chemnitzer Zoo ist in einer Tierarzt-Praxis ausgerastet und hat ein Röntgengerät zerstört. Wer das bezahlen soll, musste ein Gericht entscheiden. 

Der Riesenvogel sollte wegen einer möglichen Beckenfraktur beim Tierarzt durchleuchtet werden. Als sie mit einer Seilwinde in die Höhe gehoben wurde, schlug die Straußenhenne mit den Flügeln und beschädigte dabei das Gerät. Die Kosten für die Reparatur von 8419,25 Euro wollte der Tierarzt der Stadt in Rechnung stellen. Diese weigerte sich zunächst zu zahlen, wurde aber vom Landgericht verurteilt, zumindest einen Teil zu übernehmen - nämlich 3537,50 Euro plus Zinsen.

In dem Rechtsstreit war es unter anderem darum gegangen, ob die Straußenhenne im rechtlichen Sinne als Haustier anzusehen ist und ob die Tierparkmitarbeiter hätten helfen müssen, das Tier ruhig zu stellen. Nach Auffassung des Gerichts hätten sie das tun sollen.

Die Stadt habe ihre Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Chemnitz zurückgezogen, teilte das Oberlandesgericht in Dresden am Mittwoch mit (Az: 4 U 1654/12). Das Urteil ist nun rechtskräftig.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / AP Photo

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