Panik nach Beben in Ostindonesien

- Jakarta - Bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala ist auf der ostindonesischen Insel Sulawesi am Montag mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Aus Angst vor einer Flutwelle flüchteten tausende Einwohner aus ihren Häusern.

Nach Polizeiangaben wurden etwa 50 Gebäude in der Provinzhauptstadt Palu durch den Erdstoß stark beschädigt. Mindestens vier Menschen erlitten durch herabfallenden Trümmern schwere Verletzungen.

Das Beben hatte die Menschen gegen 4.10 Uhr (Ortszeit) aus dem Schlaf gerissen. Auch Stunden nach dem Erdstoß blieben mehrere tausend Einwohner aus Furcht vor einer nachfolgenden Flutwelle in Notunterkünften in höher gelegenen Gegenden. «Wir haben Angst, hinunter zu unseren Häusern zu gehen, weil es immer noch Nachbeben gibt», sagte ein geflohener Bewohner von Palu der indonesischen Nachrichtenagentur Antara. Das Epizentrum lag nach Angaben des Nationalen Erdbeben-Zentrums in der Hauptstadt Jakarta 16 Kilometer südöstlich der Stadt Palu etwa 30 Kilometer unter der Erde.

Unterdessen wurde die Katastrophenprovinz Aceh auf der indonesischen Insel Sumatra von einem Nachbeben der Stärke 5,4 heimgesucht. Auch dort rannten verängstigte Bewohner aus ihren Häusern. Über Opfer oder Schäden wurde zunächst allerdings nichts bekannt. Ein Erdstoß der Stärke 9,0 und eine nachfolgende Flutwelle hatten am 26. Dezember in Aceh rund 174 000 des Leben gekostet.

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