Rowdy versuchte zu fliehen

Pannen-Selfie in Lissabon: 125 Jahre alte Statue in Trümmern

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Lissabon - Er wollte nur ein cooles Selfie mit der Statue eines portugiesischen Königs. Dabei zerstörte er jedoch das Wahrzeichen und floh. Es ist nicht der erste Unfall dieser Art.

Bitter für die Touristen und die Einheimischen der Stadt des Lichts, wie sie ihr Lissabon nennen: Ein 24-Jähriger hat eines ihrer Wahrzeichen, die 125 Jahre alte Statue von König Sebastian (1554 bis 1578), zerstört. Der junge Mann kletterte Dienstagnacht an der Fassade des Bahnhofs Rossio hoch, um sich mit dem einstigen portugiesischen König abzulichten.

Doch daraus wurde nichts, denn der junge Mann rutschte ab und riss die berühmte Figur mit sich. Sie zersplitterte in tausende Einzelteile. Besonders dreist: Nach einem kurzen Schock flüchtete der Selfie-Rowdy, konnte allerdings bald darauf gefasst werden.

Die Statue von König Sebastian war etwa so groß wie ein Kind und stand seit der Eröffnung des Bahnhofs im Jahre 1890 auf einem Sockel - allerdings ohne Befestigungsvorrichtung. Laut dem Sprecher der Stadt Lissabon befand sie sich bis zuletzt in makellosem Zustand. Jetzt muss sie erstmals neu zusammengesetzt werden.  

„Das war 125 Jahre lang nicht nötig. Nie ist etwas passiert. Es ist einfach falsch, dass die Leute auf Statuen klettern“, sagte ein Sprecher der Stadt dem Sender Globo. Hüter alter Schätze dürften sich bald etwas einfallen lassen gegen diesen Selfie-Wahnsinn. Denn spektakuläre Selfie-Unfälle gibt es mittlerweile zuhauf.

Bereits im Mai 2015 hatten zwei Touristen bei einem Selfie-Versuch im norditalienischen Cremona die 300 Jahre alte Krone der „Statue der zwei Herkulesse“ abgebrochen. Sie gilt als Wahrzeichen der Stadt. 

Erst vor kurzem war es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen, als sich ein Mann beim Selfie-Machen aus Versehen erschoss. Auch eine Mutter und ihre Tochter sorgten für Aufregung, als wegen eines Selfies auf Bahn-Gleisen eine Strecke gesperrt werden musste.

mk

Rubriklistenbild: © YouTube

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