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Fidel Castro bat persönlich um den Besuch von Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI bei Fidel Castro

Havanna - Das Treffen von Papst Johannes Paul II. mit Fidel Castro hatte Geschichte geschrieben. Auch Benedikt XVI. besuchte den früheren kubanischen Präsidenten nun kurz vor seinem Rückflug nach Rom.

Papst Benedikt XVI. hat den früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro am Mittwoch in Havanna besucht. Sie hätten ein etwa halbstündiges Gespräch geführt, das herzlich, gelassen und angeregt gewesen sei, sagte der Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Beide sprachen wesentlich über Fragen des Glaubens und den Zustand der Welt. So sei es um Änderungen in der Liturgie der Kirche gegangen - und Castro habe auch wissen wollen, was ein Papst eigentlich so macht.

Papst Benedikt XVI. zu Besuch bei Fidel Castro

Papst Benedikt XVI. zu Besuch bei Fidel Castro

Das Gespräch fand in der Nuntiatur in Havanna statt, in der Benedikt während seiner Tage in Havanna übernachtet hatte. Als die Sprache auf die Schwierigkeiten der Menschheit heute gekommen sei, habe Benedikt auch auf das Problem der Gottlosigkeit hingewiesen und seine Sicht der Beziehungen zwischen Glauben und Vernunft erläutert.

Der schwerkranke Castro (85) hatte zuvor mitgeteilt, dass er Benedikt selbst um einen kurzen Besuch gebeten zu haben. Castro hatte sich 1998 in einer historischen Begegnung bereits mit Papst Johannes Paul II. getroffen.

“Gerne werde ich Seine Exzellenz Papst Benedikt XVI. begrüßen“, hatte der frühere Revolutionsführer in einem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar geschrieben. “Er ist ein Mensch, bei dem der Kontakt mit den Kindern und den ärmlichen Bürgern des Volkes unveränderlich Gefühle der Zuneigung geweckt hat. Deshalb entschied ich, ihn um einige Minuten seiner sehr knappen Zeit zu bitten.“

Havanna: Hunderttausende feiern Papst auf dem Platz der Revolution

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In dem Kommentar hatte Fidel zuvor ausgeführt, er sei in den 1960er Jahren zu der Überzeugung gekommen, dass Marxisten und Christen gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit kämpfen sollten. Mit Präsident Raúl Castro, dem Bruder und Nachfolger Fidels, war der Papst zuvor bereits mehrfach zusammengetroffen, zuletzt am Dienstagabend bei einem privaten Gespräch im Palast der Revolution.

Dabei sei auch über die humanitäre Lage in Kuba gesprochen worden, nicht aber über konkrete Fälle politischer Gefangener, berichtete Papst-Sprecher Lombardi. Der Papst habe angeregt, den Karfreitag auch in Kuba zum Feiertag zu machen.

dpa

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