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Papst Benedikt XVI. erweitert das Kardinalskollegium um zwei Deutsche.

Papst ernennt zwei deutsche Kardinäle

Rom - Das Kardinalskollegium der katholischen Kirche bekommt Zuwachs aus Deutschland: Papst Benedikt XVI. ernennt zwei neue deutsche Kardinäle.

Der neue Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki (55) wird Purpurträger, kündigte Benedikt am Freitag nach dem Angelus-Gebet in Rom an. Auch der von Joseph Ratzinger geschätzte jesuitische Theologe und Berater der Glaubenskongregation, Karl Josef Becker, soll in den nach dem Papst höchsten Rang erhoben werden. Die Zeremonie der Ernennung, das feierliche Konsistorium, wird für den 18. und 19. Februar im Vatikan vorbereitet, teilte Benedikt außerdem mit.

Es ist das bereits vierte Konsistorium in Benedikts Pontifikat. Bei seinem dritten Konsistorium hatte Joseph Ratzinger im November 2010 auch den Münchner Erzbischof Reinhard Marx und den deutschen Theologen Walter Brandmüller in den Kardinalsstand erhoben.

Woelki trat sein Amt in Berlin 2011 an, als Nachfolger des gestorbenen Kardinals Georg Sterzinsky. Mit Woelki und Beckers Erhebung in den Kardinalsrang steigt die Zahl der deutschen Kardinäle in diesem angesehenen Kollegium auf neun. Sechs von ihnen sind unter 80 Jahre alt und damit bei einer künftigen Papstwahl stimmberechtigt. Becker ist über 80, der frühere Professor an der Päpstlichen Gregoriana-Universität in Rom darf nicht wählen.

Woelki wird einer der jüngsten Kardinäle sein. Insgesamt erhebt Benedikt 22 Kardinäle aus Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika zu Purpurträgern. Die Kardinäle sind die höchsten Würdenträger nach dem Papst und dessen wichtigste Ratgeber. Sie wählen das Kirchenoberhaupt traditionell aus ihrer Mitte, Kandidaten von außen sind aber möglich.

dpa

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