+
Papst Franziskus.

"Der Ort des Grauens"

Papst Franziskus besucht Auschwitz

Krakau - Franziskus ist der dritte Papst, der das ehemalige deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in Polen besucht.

Der 2013 zurückgetretene deutsche Papst Benedikt XVI. besuchte 2006 zum Abschluss einer viertägigen Polenreise Auschwitz. Er ging alleine durch das Tor des Stammlagers und betete beim Gang über das Gelände schweigend, bevor er vor dem Denkmal für die Opfer in einer ergreifenden Rede zu Versöhnung und Vergebung aufrief. Er habe „als Sohn des deutschen Volkes“ hierher „an diesen Ort des Grauens“ kommen müssen, sagte er. Manche Themen wie den vergleichsweise geringen Widerstand der Kirche gegen die Barbarei schnitt er jedoch nicht an.

Bereits 1979 hatte Johannes Paul II. als erster Papst in dem Vernichtungslager der Millionen Toten durch die Naziverfolgung gedacht. Der 2005 gestorbene Pole war 1920 in der Nähe von Auschwitz geboren worden und hatte den Hitler-Terror erlebt. Schon als Erzbischof von Krakau hatte Karol Wojtyla mehrfach das ehemalige Lager besucht.

Das Grauen begann 1942

Das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gilt weltweit als Symbol für den Holocaust. In dem 1941 von Nazi-Deutschland im besetzten Polen bei Krakau errichteten Stammlager Auschwitz waren zunächst vor allem polnische politische Gefangene inhaftiert. Im Herbst 1942 begann im eigentlichen Todeslager Birkenau der Völkermord in den Gaskammern.

Nach Schätzungen starben in Auschwitz-Birkenau mehr als eine Million Menschen, zumeist Juden. Zudem kamen etwa 70 000 Polen, 21 000 Sinti und Roma, 15 000 sowjetische Kriegsgefangene sowie Angehörige anderer Nationen ums Leben.

Soldaten der Roten Armee befreiten das Lager am 27. Januar 1945 und fanden dort unter den Häftlingen noch etwa 7000 Überlebende. SS-Mannschaften hatten Auschwitz zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Mehrzahl der Gefangenen verlassen. Tausende Häftlinge starben auf den „Todesmärschen“ in den Westen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Urteil gegen Ärztin hat wohl keine Auswirkung auf Zulassung
Das Amtsgericht Gießen hatte die Medizinerin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil sie auf ihrer Webseite Abtreibung als Leistung angeboten hatte.
Urteil gegen Ärztin hat wohl keine Auswirkung auf Zulassung
Massenpanik in Londoner U-Bahn wohl durch Streit ausgelöst
Zwei Männer streiten sich in London auf dem Bahnsteig einer U-Bahn und lösen mit ihren wohl hitzigen Worten eine Massenpanik aus. Dann sorgen Berichte über Schüsse für …
Massenpanik in Londoner U-Bahn wohl durch Streit ausgelöst
Lotto am Samstag: So sehen Sie die Ziehung der Lottozahlen im Live-Stream
Lotto am Samstag vom 25.11.2017: Hier finden Sie die aktuellen Lottozahlen. Vier Millionen Euro liegen im Jackpot.
Lotto am Samstag: So sehen Sie die Ziehung der Lottozahlen im Live-Stream
Zwischenfall in London: Eine Verletzte bei Evakuierung - Polizei gibt Entwarnung
Zwei Männer streiten sich in London auf dem Bahnsteig einer U-Bahn und lösen mit ihren wohl hitzigen Worten eine Massenpanik aus. Dann sorgen Berichte über Schüsse für …
Zwischenfall in London: Eine Verletzte bei Evakuierung - Polizei gibt Entwarnung

Kommentare