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Gerhard Ludwig Müller war vor seinem Wechsel in den Vatikan Erzbischof von Regensburg.

Insgesamt 19 neue Purpurträger

Papst ernennt Deutschen zum Kardinal

Rom - Papst Franziskus hat am Sonntag zum ersten Mal in seinem Pontifikat neue Kardinäle benannt. Unter den 19 künftigen Purpurträgern ist auch der Deutsche Gerhard Ludwig Müller.

Müller ist seit dem Jahr 2012 Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan ist. Von den neuen Kardinälen sind 16 unter 80 Jahre alt und damit bei einer Papstwahl wahlberechtigt, drei weitere Kardinäle sind über 80 Jahre alt.

Der Papst gab die neuen Kardinäle im Anschluss an das Angelusgebet bekannt. Er wird ihnen die Kardinalswürde in einem so genannten Konsistorium am 22. Februar öffentlich übertragen. Neben Müller ernannte Franziskus unter anderem auch Erzbischof Pietro Parolin zum Kardinal. Parolin ist seit dem vergangenen Oktober Kardinalsstaatssekretär und damit informell die Nummer 2 in der Kirchenhierarchie, das Amt hatte vor Parolin Kardinal Tarcisio Bertone inne.

Auch der Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols, wird Kardinal. Insgesamt kommen sechs der neuen bei der Papstwahl wahlberechtigten Kardinäle aus Europa, davon vier aus Italien. Fünf neue Purpurträger stammen aus Südamerika, darunter einer aus Franziskus' Heimatland Argentinien. Außerdem machte der Papst zwei Afrikaner, zwei Asiaten und einen Nordamerikaner zu Kardinälen.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bezeichnete die Kardinalserhebung Müllers neben dem Bezug zu dessen hohem Amt im Vatikan auch als persönliche Auszeichnung von dessen Wirken als Theologe. "Deine langjährige Verantwortung als Professor für Dogmatik und Deine mittlerweile über 400 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur Theologie zeigen Deine Schaffenskraft und Dein reiches theologisches Wissen. Deine wissenschaftlichen Erkenntnisse bringst Du in Deine verantwortungsvolle Arbeit in der Kurie ein," schrieb Zollitsch.

Müller war vor seinem Wechsel in den Vatikan Erzbischof von Regensburg. Er gilt als enger Vertrauter des emeritierten Papstes Benedikt XVI.. In Deutschland sorgte zuletzt für Aufsehen, dass er sich für den wegen der Kostenexplosion in die Kritik geratenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst einsetzte.

afp

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