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Papst Franziskus

Neues Schreiben

Papst Franziskus: "Kein Platz für Missbrauchstäter"

Rom - Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, sexuellen Kindesmissbrauch durch katholische Priester nicht zu vertuschen. Und: Missbrauchstäter haben keinen Platz im Klerus!

In einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben an nationale Bischofskonferenzen und religiöse Orden forderte der Papst dazu auf, "eng und vollständig" mit dem von ihm geschaffenen neuen Ausschuss für Kinderschutz zusammenzuarbeiten. Die vom US-Kardinal Sean O'Malley geleitete Kommission tritt erstmals am Freitag in Rom zusammen.

Der Kommission gehören 16 Geistliche und Laien an. Unter den sieben Frauen und neun Männern sind auch zwei Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester aus Irland und aus Großbritannien.

„Die Familien sollen wissen, dass die Kirche keine Kräfte schont, um ihre Kinder zu schützen“, heißt es in dem Papstbrief. Sie könnten sich voller Vertrauen an die Kirche wenden, denn diese sei ein "sicheres und geschütztes Haus" für ihre Kinder.

Die Bekämpfung sexueller Übergriffe muss dem Papst zufolge in der Kirche Priorität haben. Andere Anliegen - welcher Art auch immer, etwa der Wunsch, einen Skandal zu vermeiden - dürften keine Priorität bekommen. "Denn im Priesteramt ist absolut kein Platz für diejenigen, die Minderjährige missbrauchen", schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Dem Papst liegt es, wie er in dem Schreiben betont, am Herzen, dass auch der Rundbrief der Glaubenskongregation vom 3. Mai 2011 (noch aus der Amtszeit seines Vorgängers Benedikt XVI.) vollkommen umgesetzt wird. Dieses Schrieben ordnete an: Alle Bischofskonferenzen sollen Richtlinien für den Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch Kleriker erarbeiten, sich „mit einem Werkzeug für die periodische Revision der Normen“ ausstatten. Anschließend solle auch geprüft werden, ob alles wie vorgesehen in die Tat umgesetzt wird.

AFP

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