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Mit einem milden Lächeln ist Papst Franziskus auf dem "Rolling Stone"-Cover abgebildet.

Wie David Bowie oder John Lennon

Franziskus ist auf dem "Rolling Stone"-Cover

Berlin - Die US-Szenezeitschrift "Rolling Stone" berichtet gewöhnlich über Rockstars und die Drogenabstürze von Schauspielern. Jetzt ist der Papst dem Magazin eine Titelstory wert.

Papst Franziskus (77) ist auf dem aktuellen Cover der US-Szenezeitschrift "Rolling Stone" zu sehen und steht damit in einer Reihe mit Popgrößen wie David Bowie, Rihanna und John Lennon. Der Name der umfangreichen Titelstory heißt "The Times They Are A-Changin'" ("Die Zeiten ändern sich") - eine Anspielung auf einen bekannten Bob-Dylan-Song.

Hier sehen Sie das gesamte Cover. Zum Vergrößern klicken Sie bitte hier.

Über einen päpstlichen Auftritt am Petersplatz in Rom schreibt "Rolling Stone"-Autor Mark Binelli: "Obwohl er bekanntlich von den schillernden päpstlichen Accessoires Abstand genommen hat, ist er doch überraschend stylish, heute trägt er einen weißen zweireihigen Übermantel, einen weißen Schal und eine eher etwas cremefarbene Soutane, alles tadellos geschnitten."

Zum Wechsel von Benedikt XVI. zu Franziskus schreibt Binelli: "Nach dem verheerenden Pontifikat von Benedikt - einem standhaften Traditionalisten, der aussah, als ob er [wie die Kino-Horrorfigur Freddy Krueger] mit einem gestreiften Hemd und Handschuhen mit scharfen Klingen an den Fingern Jugendliche in deren Alpträumen bedrohen sollte, erschien es dem Durchschnittskatholiken wie ein kleines Wunder, dass Franziskus grundlegende Fähigkeiten wie das Lächeln in der Öffentlichkeit meisterhaft beherrscht."

2013 "Person of the Year"

Papst Franziskus ist als Zeitschriftentitel beliebt: Er war 2013 beim "Time"-Magazin "Person of the Year", auch die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ziert der römische Pontifex. Im Internet bietet der "Rolling Stone", der seinen Schwerpunkt sonst für bei Musik- und Szenethemen setzt, eine Klickstrecke zur Papst-Story an: "Außer Franziskus: 10 Konservative, die sich zu Liberalen entwickelten".

In der Liste finden sich unter anderem der ehemalige Papst Johannes XXIII. (1958-1963), der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck (1871-1890) und der frühere US-Präsident Richard Nixon (1969-1974).

Nicht begeistert über die Berichterstattung äußerte sich Vatikansprecher Federico Lombardi. Er kritisierte die Titelgeschichte als "oberflächlich".

Um das Positive des neuen Papstes herauszustreichen, meine der Autor, das Pontifikat seines Vorgängers Benedikt XVI. besonders schlechtmachen zu müssen, sagte Lombardi am Mittwoch. Dies geschehe mit überraschender Grobheit. „Schade. Damit erweist man Franziskus keinen guten Dienst, der sehr gut weiß, wie viel die Kirche seinem Vorgänger schuldet“, sagte Lombardi.

dpa/kna

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