Papst verurteilt tödliche Angriffe auf Christen in Indien

Rom - Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch die tödlichen Überfälle radikaler Hindus auf christliche Kirchen im ostindischen Bundesstaat Orissa scharf verurteilt.

 "Während ich ausdrücklich jeden Angriff auf menschliches Leben verurteile, dessen Heiligkeit den Respekt aller verlangt, möchte ich gleichzeitig den Brüdern und Schwestern im Glauben, die so schwer geprüft werden, meine spirituelle Nähe und Solidarität ausdrücken", sagte Benedikt am Ende der Generalaudienz in Rom.

Er bitte Gott, den Menschen in dieser Zeit des Leids zu helfen und ihnen Kraft zu geben, fügte er hinzu. Der Papst rief die Religionsführer und die zivilen Autoritäten dazu auf, gemeinsam zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Glaubensgemeinschaften das friedliche Zusammenleben und die Harmonie wiederherzustellen, die die indische Gesellschaft immer ausgezeichnet hätten.

Bei Überfällen radikaler Hindus auf christliche Kirchen in Orissa sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Ausgelöst wurden die Unruhen vom Montag durch den Tod eines Anführers des radikalen Welthindurates, den mutmaßliche Maoisten erschossen hatten und der eine Kampagne gegen Konvertierungen zum Christentum geleitet hatte. Hindu-Gruppen hatten Christen für die Tat verantwortlich gemacht.

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