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Vier Pariser Metro-Linien stehen still.

Fahrgäste wurden evakuiert

Asbest-Fund legt Pariser Metro lahm

Paris - Der Fund von Asbest in einer Pariser Metro-Leitstelle sorgt für Chaos. Vier Metro-Linien mussten aufgrund des krebserregenden Werkstoffs lahmgelegt werden, eine Kommandozentrale wurde geräumt.

Der Fund von Asbest in einer U-Bahn-Leitstelle hat vier Linien der Pariser Metro am Freitag komplett lahmgelegt. Alle Züge der Linien zwei, sechs, zehn und elf wurden gegen Mittag gestoppt, die Passagiere mussten die Metro verlassen, wie die Pariser Verkehrsbetriebe (RATP) mitteilten. Zuvor war eine Metro-Kommandozentrale geräumt worden, weil dort Asbest entdeckt worden war. Die Überwachung des U-Bahn-Betriebs der betroffenen Linien sollte auf andere Stellen verteilt werden, mit einer Wiederaufnahme des Betriebs wurde erst am Nachmittag gerechnet.

"Es gab heute Morgen einen Asbest-Alarm", sagte RATP-Chef Pierre Mongin dem Sender France Bleu. In den betroffenen Räumlichkeiten habe es vor kurzem Bauarbeiten gegeben. "Wir mussten unser Personal aus Sicherheitsgründen aus den Räumen bringen."

Der krebserregende Werkstoff Asbest, der etwa zur Isolierung von Gebäuden verwendet wurde, ist in Frankreich seit 1997 verboten. Zuletzt sorgte die Asbestsanierung des Pariser Wolkenkratzers Montparnasse erneut für Schlagzeilen, weil laut einer Expertise Asbestfasern auch über die Lüftungsschächte des Hochhauses verbreitet wurden.

AFP

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