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Ferdinand Puentes filmte als Passagier einen Flugzeugabsturz in den Nordpazifik mit.

"Selfie" in Schwimmweste

Notlandung im Meer: Passagier filmt live mit

Honolulu - Als ein Flugzeug vor Hawaii in den Pazifik stürzt, bleiben alle Leute an Bord ruhig. Ein Passagier filmt sogar den Absturz bis zur Rettung aus dem Wasser live mit.

Das Reisevideo von Ferdinand Puentes dürfte einzigartig sein: Als Passagier eines Kleinflugzeugs filmt er dessen Absturz, die Flucht aus der Kabine und das Warten auf Rettung - sogar für ein "Selfie" (Selbstporträt) im Wasser des Pazifik reicht der Kamera-Akku noch, bis die neun Flugzeuginsassen gerettet werden.

Das rund dreiminütige Video beginnt etwa zwei Minuten nach dem Start, als plötzlich ungewöhnliche Geräusche aus dem Motorraum ertönen. Die neun Insassen des Fliegers bleiben ruhig - auch, als ein Piepsen als Warnsignal aus dem Cockpit zu hören ist und die Maschine zu sinken beginnt. Ferdinand Puentes' Kamera schwenkt zum Fenster. Durch die Linse sieht er "den Ozean auf sich zurasen", wie er den Moment später dem Sender ABC News beschreibt. Kurz darauf schlagen die Wellen des Nordpazifik gegen die Scheiben - die Maschine hat auf dem Wasser aufgesetzt.

"Rettungswesten!", ruft jemand, Puentes' Hände suchen hektisch in der Sitztasche nach dem Paket mit der gelben Sicherheitsweste. Wasser strömt in die Kabine, als die neun Flugzeuginsassen nacheinander aus der Maschine klettern. Dennoch spricht niemand ein Wort, bis alle sich aus dem Flugzeug gerettet haben. Die neun Reisenden treiben auf Schwimmwesten im offenen Meer und versuchen, sich an dem Wrack festzuklammern, das eine halbe Stunde später sinkt.

Hier geht's zum spekakulären Absturz-Video!

Die Handkamera von Ferdinand Puentes ist wasserdicht verpackt. So filmt sie weiter das Geschehen, obwohl sie beim Ausstieg mehrmals unter die Wasseroberfläche gerät. Der Mann nimmt noch ein Bild von sich in seiner gelben Schwimmweste auf, bevor die Batterien leer sind. Bis ein Hubschrauber zur Rettung eintrifft, harren die Reisenden noch rund eine Stunde lang im Wasser aus. "Die Zeit bleibt stehen. Alles, woran du dich aus der Vergangenheit erinnern kannst, zieht an dir vorbei", erklärt Puentes später ABC News.

Abschied von seinem Leben muss er glücklicherweise noch nicht nehmen. Alle neun Flugzeuginsassen überleben zunächst die Notlandung und können aus dem Wasser geholt werden. Eine Passagierin hat jedoch weniger Glück: Sie verstirbt nach der Rettung an Herzrhythmusstörungen, die auf offenem Meer bei ihr eingesetzt hatten.

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