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Auch auf der "MS Britannia" hatten zahlreiche Passagiere einen Brechdurchfall zu beklagen.

Nächstes Hotelschiff betroffen

Wieder 70 Passagiere mit Brechdurchfall

Breisach - Abruptes Ende zweier Kreuzfahrten auf dem Rhein: Auf Schiffen in Hessen und Baden-Württemberg erkranken Dutzende Menschen plötzlich an schwerem Brechdurchfall.

Auf gleich zwei Hotelschiffen in Hessen und Baden-Württemberg sind am Wochenende über 150 Menschen an Brechdurchfall erkrankt. Beide Schiffe waren am Wochenende auf dem Rhein unterwegs. Zumindest hinter dem Ausbruch in Hessen stecken die hochansteckenden Noroviren.

Auf der „MS Bellriva“ erkrankten in der Nacht zum Samstag nach Angaben der Feuerwehr plötzlich 72 Menschen an Brechdurchfall. Daraufhin musste das Schiff mit 190 Menschen an Bord am Samstag vor Wiesbaden ankern. Nach dem Anlagen spielten sich dort Szenen ab wie aus einem Katastrophenfilm: „Da von hochansteckenden Erregern ausgegangen werden musste, wurde der Katastropheneinsatzplan in Gang gesetzt“, erklärte eine Sprecherin der Wiesbadener „Dr. Horst Schmidt Klinik“ noch am Abend.

Das Gesundheitsamt verhängte eine Quarantäne über das Schiff. Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an und brachten in weißen Schutzanzügen und Atemmasken Infusionen und Medikamente an Bord. Nur drei besonders geschwächte Passagiere durften in ein Krankenhaus. Für alle anderen galten strenge Quarantänevorschriften.

Am Sonntag wurden die Urlauber mit Bussen nach Köln zurückgefahren. Dem Schiff wurde die Weiterfahrt untersagt, bis es gründlich gereinigt und desinfiziert ist. Erst am Nachmittag war klar: Das Norovirus hat die Krankheitswelle verursacht. Die meisten der erkrankten Passagiere waren nach Angaben der Feuerwehr älter als 60 Jahre und daher anfällig für eine Infektion.

Im baden-württembergischen Breisach musste am Sonntag das Hotelschiff „MS Britannia“ auf dem Rhein anhalten, nachdem 85 Reisende an starkem Brechdurchfall erkrankt waren. Zunächst wurden in der Nacht zum Sonntag in Straßburg 71 Erkrankungen festgestellt, wie die Freiburger Polizei am Sonntag mitteilte. Sechs Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht. Bei der Weiterfahrt nach Breisgau erkrankten dann 14 weitere Reisende. Neun von ihnen kamen am Sonntag in Kliniken. Einige Erkrankte stünden unter Quarantäne, hieß es

Ob es sich auch hier um das hoch ansteckende Norovirus handelte, war zunächst unklar. Auf der „MS Britannia“ reisten über 200 Menschen. „Viele haben sich auf die Heimreise gemacht“, sagte der Freiburger Polizeisprecher. Die „MS Britannia“ werde auf Anordnung der französischen Gendarmerie in Breisach gereinigt und desinfiziert.

Noroviren gehören zu den häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. Sie sind leicht übertragbar und weltweit verbreitet. Typische Symptome sind neben Übelkeit, Durchfällen und Erbrechen auch Bauchschmerzen und Mattigkeit. Übertragen werden sie von Mensch zu Mensch, aber auch durch verunreinigte Speisen und Getränke.

Gerade auf Kreuzfahrtschiffen kommt es immer wieder zu Infektionen. So erkrankten im Sommer an der Mosel 15 Menschen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes mit dem Virus.

dpa

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